Monatliches Archiv:Februar 2009

Fleißig, fleißig

Wer die Profifußballer des FSV Frankfurt in dieser Woche bei der Arbeit beobachtet, der staunt. Es geht hoch konzentriert und sehr engagiert zur Sache, Teamchef Tomas Oral ist nicht zu überhören und keiner ist da, der sich hängen lässt. „Seit ich die Mannschaft betreue, lasse ich auf die Einstellung im Training nichts kommen“, betont Oral. Am Mittwoch übten die FSV-Fußballer am Nachmittag geschlagene zwei Stunden – Schüsse, Flanken, Taktik. Einziges Manko: Manch gut gemeinter Schussversuch flog über den Gitterzaun direkt in die Baustelle des Volksbank-Stadions. Verlängerung »

Die Wende

Bernd Reisig, der mächtige Manager, ist auch am Tag nach dem Last-Minute-Sieg gegen Osnabrück noch voll des Lobes. Das FSV-Team, zweifelsohne die Mannschaft der Stunde in der zweiten Liga, habe in den vergangenen Wochen „Sensationelles geleistet“. Da regt sich kein Widerspruch. Reisig hat sich die 90 Minuten gegen den VfL Noch einmal in aller Ruhe angeschaut, und er ist der Meinung, dass „der Sieg nicht so glücklich war, wie er medial dargestellt wurde“. Osnabrück habe die „spektakuläreren Chancen gehabt“, aber auch die Frankfurter hätten gute Einschussmöglichkeiten gehabt. „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel.“ Das hätten auch alle statistischen Erhebungen bestätigt. Verlängerung »

Zoffen, zanken, zetern

[inspic=814,,,0]Nach dem recht glücklichen Sieg für den FSV gab es dann das fast schon unausweichliche Nachspiel. Claus-Dieter Wollitz, der Osnabrücker Trainer, ließ es nicht nehmen, noch einmal die alte Feindschaft aufleben zu lassen. Mit Teamchef Tomas Oral und Manager Bernd Reisig wolle er nichts zu tun haben. „Das ist nicht mein Niveau“, lästerte er. Gerade Reisig habe nach dem Hinspiel den Begriff Krieg verwendet. „Damit möchte ich nichts zu tun haben. Das ist nicht meine Welt.“ Reisig konterte, er sagte, er habe von kriegsähnlichen Zuständen gesprochen damals. „Das war eine Metapher.“ Es sei übel gewesen seinerzeit in Osnabrück. „Wir sind bespuckt worden.“ Reisig findet ohnehin: „Wollitz versucht, die Leute aufzuhetzen.“ Der VfL-Trainer hatte überdies gleich zu Beginn des Spiels den Handschlag mit Oral verweigert. Keine feine Geste. Verlängerung »

Heißer Tanz

Bernd Reisig, Manager, erzählt den Medienvertretern während der turnusgemäßen Pressekonferenz vor Zweitligaspielen dankenswerterweise immer mal etwas zur Statistik. „In diesem Fall spricht sie für uns“, sagt Reisig. Das kommt so: Bisher gab es vier Partien zwischen dem FSV und Osnabrück (eine im DFB-Pokal), jedes Mal gewann die Mannschaft, die Heimrecht hatte. Dem Gesetz der Serie nach müsste nun also der FSV gewinnen am Sonntag. Oder eben nicht. Auch Reisig sagt: „Statistiken halten so lange, bis sie widerlegt werden.“ Das ist absolut korrekt.

Die Bornheimer erwarten einen heißen Tanz, „Osnabrück wird sich mit Händen und Füßen wehren“, sagt Reisig. Aber Angst haben die Frankfurter natürlich nicht. „Wir haben gutes Selbstvertrauen“, sagt der Manager. Und auch, dass die Mannschaft zuletzt dreimal zu Null spielte, macht ihn hoffnungsfroh: „Das ist eine neue Qualität.“

Zum Schluss noch ein paar Takte zu den Personalien, von und mit Tomas Oral:
Hillebrand: „Hat mit leichtem Mannschaftstraining begonnen.“
Mokhtari: „Kann noch nicht trainieren, aber es ist nicht so schlimm, wie wir alle befürchtet haben.“
Bencik: „Hat einen leichten Rückschlag erlitten.“
Spilacek: „Steht wieder voll im Saft.“

Und noch ein Wort zu Junior Ross, er wird, wie erwartet, erst einmal draußen sitzen: „Er macht im Training einen sehr guten Eindruck. Er wird aber von der Bank aus seine Einsätze bekommen“, sagt Oral.

So könnte der FSV spielen: Klandt – Weißenfeldt, Barletta, Husterer, Noll – Mehic, Y. Mokhtari – Shapourzadeh, Kreuz – Cenci, Bliznyuk

Die Schlüssel-Frage

Servus!
Es ist ja so, dass Teamchef Tomas Oral einigen „Aufstiegshelden“ nach dem Spiel in Wehen mal gehörig einen Schuss vor den Bug versetzt hat. Die Betroffenen haben erst geschmollt, dann aber die richtige Reaktion gezeigt, wie Oral fand. „Manche meinten ja schon, ich hätte was gegen einige persönlich.“ Aber er behandele einfach alle gleich, und wenn er merke, dass es irgendjemand schleifen lassen, müsse er eben reagieren. Es liege in der Hand der Spieler, ob er sie aufstelle oder nicht.

Gerade bei Markus Kreuz ist die Wandlung enorm, in der Vorrunde schien es teilweise schon so, als habe er sich gedanklich verabschiedet vom FSV. Dann aber biss er sich durch. Auch Matias Cenci hat sich zurückgekämpft. Respekt.

Da schließen sich aber einige Fragen an:
-War es damals richtig, einige Spieler nach dem Wehen-Spiel erstmal zu verbannen?
-Ist die damalige Maßnahme womöglich sogar der Schlüssel zum jetzigen Erfolg?
-Ist die Mannschaft dadurch noch enger zusammengerückt?
-Oder ist entscheidend, dass einige Spieler, wie etwa Thomas Sobotzik, nur noch in der zweiten Mannschaft spielen dürfen, dass der Kader also gestrafft wurde?
-Oder ist die Mannschaft jetzt einfach fit?
-Oder, anders gefragt: Was denkt Ihr: Was sind die Gründe für den Höhenflug? (dur)

Abstiegskampf pur

Oualid Mokhtari, das ist ja mittlerweile bekannt, wird dem FSV wegen seinen Gesichtsverletzungen noch zwei Wochen fehlen. Er ist aber wieder wohlauf, freute sich über die vielen Besuche im Krankenhaus, sein Bruder Youssef war oft da in der Frankfurter BG-Unfallklinik, und als er noch in Fürth lag, da kam sogar der Greuther Torwart Stephan Loboué, um sich nach dem Befinden zu erkundigen. Eine feine Geste. Verlängerung »

Brutal beißen

Wenn es nach den Sportskameraden Bernd Reisig und Tomas Oral geht, könnte sich der FSV-Tross die kurze Reise nach Franken sparen. Loblieder singen die FSV-Macher auf die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann. „Die mischen die Liga auf“, sagt Manager Reisig. „Sie stehen nicht zu Unrecht da oben, sie haben eine Spielkultur gefunden.“ Und weiter: „Sie wollen natürlich den Nimbus der Unaufsteigbaren widerlegen.“ Das wird schwer für die Spielvereinigung Fürth, den ewigen Nichtaufsteigern vom Ronhof. Auch Teamchef Oral steht Reisig in nichts nach, er flankiert ihn so gut er kann: „Die haben einen sensationellen Lauf, eigentlich haben wir da keine Chance. Es muss vieles passieren, damit wir dort was mitnehmen können“, sagt Oral. Er hat sich von der Spielstärke der Franken beim 3:0-Sieg auf St. Pauli selbst vor Ort überzeugt. „Das war schon beeindruckend.“ Verlängerung »

FSV siegt auch in Koblenz

Der FSV Frankfurt hat auch das zweite Spiel der Rückrunde in der Zweiten Bundesliga gewonnen. Nachdem die Mannschaft von Teamchef Tomas Oral am vergangenen Sonntag Rot-Weiss Ahlen 4:0 besiegt hatte, gewann sie am Freitagabend auch bei der TuS Koblenz, und zwar mit 3:1 (2:1). Verlängerung »