Der FSV in der Arena – Chance oder Albtraum?

[inspic=112,,fullscreen,0]Ich weiß, was ein echter FSVler ist der verabscheut alles, was mit der Eintracht zu tun hat. Also auch die Arena, in der die SGE spielt. Wie groß muss wohl die Überwindung für einen Bernemer sein, sich in die Heimstätte des ärgsten Feindes zu begeben? Dass es so sein wird, ist ja Fakt – in der dritten Liga bei den Risikospielen, in der zweiten bei allen Heimspielen. Aber bietet die Arena eigentlich nur Negatives, wie:

– die befüchteten Geisterspiele, weil sich in dem Riesenrund ein paar tausend Fans verlieren werden
– nur noch Auswärtsspiele
– den Verlust des Familiären und der Nähe zu den Spielern
– den Verlust der Stimmung, weil die Arena zu groß ist
– den Verlust der Identität des Vereins im fremden Haus

Oder beinhaltet der Start im WM-Stadion nicht auch Chancen, wie:

– das nämlich, durch das attraktive Stadion, mehr Zuschauer gelockt werden
– die dann natürlich, weil der FSV ja sehenswerten Fußball bieten wird 😉 wiederkommen
– und so dann neue Zuschauergruppen gewonnen werden könnten
– außerdem hätte der FSV nur Auswärtsspiele (was ja bei der Auswärtsstärke des FSV gar nicht so schlecht wäre)

Also, wie seht ihr das? Als Chance oder Albtraum?

26 Kommentare für “Der FSV in der Arena – Chance oder Albtraum?”

  1. SB'79 sagt:

    Wenn es sportlich gut läuft, eindeutig CHANCE!
    Läuft es sportlich weniger gut, könnte es zum Albtraum werden….

  2. FSV,ler sagt:

    wenn wir keine Chancen ergreifen , bleiben wir stehen.
    Das jahrzehnte rummeckern am grossen Bruder hat doch nur geschadet.
    Ein Aufbruch heisst auch mit dem Alten abschliessen.
    Es spielen doch auch Ex- Eintrachtler und Offenbacher in unserer Mannschaft.
    Diese Frage stellt sich für mich nicht – wir müssen positiv in die Zukunft schauen.
    Ich verweise ausserdem an meine Antworten ,warum der Fsv Sexy werden könnte.
    Deswegen ist es eher schädlich von der Eintrachtheresie zu sprechen.
    Wir müssen einladen – nicht ausschliessen .

  3. jan sagt:

    also Annette, die Zeiten wo die Eintracht der „ärgste Feind“ oder „verabscheuungswürdig“ war, sind wirklich lange her.
    Beide Vereine befinden sich seit rund 50 Jahren nicht mehr auf Augenhöhe, eine sportliche Rivalität ist also längst weg und die
    meisten FSVler dürften der Eintracht eher neutral oder aufgeschlossen gegenüberstehen. Umgekehrt kenne ich auch
    eine Menge SGE-Fans, die den FSV eher als „kleinen Bruder“ ansehen und sich über die jüngsten Erfolge der Bornheimer
    sehr freuen und auch mal mit an den Hang kommen.
    Ich bin übrigens sehr stolz darauf, das wir keine richtigen „Feinde“ haben, das ist Teil der Bornheimer Fussballkultur!

    Die Frage um das Waldstadion ist sowieso hypothetisch, unser Stadion ist halt noch länger eine Baustelle, insofern
    werden wir, ob wir wollen oder nicht, unsere Spiele halt dort austragen. Wenn wir sportlich weiter so glänzen, werden
    die Fans auch dahin kommen (und auch noch zahlreicher werden)!
    Aber auch ich bin natürlich froh, wenn wir wieder an unserem „Hang“ spielen werden, der FSV ist ein Stadtteilverein und gehört
    ganz einfach auch dorthin.

  4. Aus Bornheimer Sicht habe ich Bedenken. Der FSV hat nicht die Augenhöhe zur Eintracht wie z.B. 1860 zu den Bayern, um 50.000 Besucher in die Arena zu locken. Selbst wenn 15.000 – 20.000 zum Derby gegen Offenbach kämen weiß ich nicht, ob das „Frankfurter“ Publikum auch zum FSV steht. Es ist etwas anderes, ob die Eintracht oder der FSV gegen Offenbach spielt. Der Faktor eines neuen Stadions würde neue Zuschauer auch an den Bornheimer Hang locken, keine Frage. Was knapp 4.000 bewirken können, hat man gegen Aalen gesehen. Aber es ist wie es ist, die Spiele müssen lt. Auflage im Waldstadion ausgetragen werden. Umso schöner wird es sein, wenn der FSV seine Spiele dann vor hoffentlich 15.000 am Hang austragen kann.

  5. Manfred sagt:

    Hallo Annette,ja ich bin der,der Angst hat vor Geisterspielen im Commerz-Tempel.Aber
    ich habe heute mit 2 eingefleischten Eintrachtanghänger gesprochen über meine Nöte und Ängste vor denGeisterspielen.Und was passiert? Die wollen mit zum FSV,wenn er
    im Stadion spielt.Die wollen uns unterstützen.Die bewundern uns und haben Achtung
    vor unserer Leistung.Das hätte ich nicht gedacht.Werde meine Missionartätigkeit fort-
    setzen,und sehen was dabei heraus kommt.Wenn jeder FSV-Anhänger ähnliches
    versucht,haben wir vielleicht bald die Zuschauerzahl,die wir brauchen!

  6. Tartan Army sagt:

    Um im Waldstadion anständig Stimmung machen zu können, braucht man wahrscheinlich schon 15-20.000 eigene Fans. Ob die dafür benötigten 10-15.000 „Sympathisanten“ entsprechend mitgehen, bleibt dann immer noch dahingestellt (s. das Kassel-Spiel vor 2 Jahren, da waren auch eine Menge Zuschauer aus Frankfurt/M, aber nicht die entsprechende Stimmung)

    Dass Eintracht Fans kein Problem mit dem FSV haben, ist logisch, schließlich sind wir ja schon seit ewigen Zeiten zu harmlos und zu klein. Die Monopolisierung des medienwichtigen Fussballs auf die Eintracht und die unverholene Konkursrettung der SGE durch die Kommunal- und Landesgelder waren aber nicht nur mir ein Dorn im Auge. Für die Eintrachtler ist der FSV wahrscheinlich doch eher „niedlich“. (So niedlich wie Knut aus Berlin, mal sehen wie das in 2-3 Jahren aussieht…)

  7. 100% FSV sagt:

    Dachte ins neue Stadion passen nur 10500 Zuschauer oder? gibt es nicht noch die Erweiterung auf 15.000 ? da war doch auch mal was im Gespräch

  8. jan sagt:

    Würde ich auch gerne mal wissen, ob da im Falle des Aufstieges in die Liga2 gleich weitergebaut wird. Das wäre eine Frage an Annette, vielleicht bekommt sie da was raus?

  9. FSV-Forum sagt:

    Aus der Umbaudokumentation:

    Umbauguide FSV Frankfurt / Volksbank-Stadion
    Nach vorbereitenden Maßnahmen wie der Entfernung der Leichtathletikbahn und dem Heranrücken der Spielfläche an die Haupttribüne sowie der Ausstattung letzterer mit 400 neuen VIP-Sitzen in den Blöcken C und D hat Mitte November die Arbeit in den Kurvenbereichen des Frankfurter Volksbank Stadions begonnen.

    Zunächst wird die als Gästebereich genutzte Südkurve abgetragen und das Material als eine Art Fundament für den neuen Stehplatzbereich im Norden sowie für die Gegengerade verwendet. Die Betonarbeiten wurden im Februar 2008 aufgenommen, zu Beginn der Spielzeit 2008/09 sollen alle Tribünen nutzbar sein. Bis Anfang 2009 ist geplant, die neue Flutlichtanlage sowie Arbeiten am Stadionvorplatz fertig zustellen.

    Insgesamt wird das Stadion nach Abschluss der Bauarbeiten 10.350 Plätze bieten, ein Drittel davon überdachte Sitzplätze auf Haupt- und Gegentribüne. Dafür investiert die Stadt zehn Millionen Euro. Der FSV erhält im Gegenzug die Schlüsselgewalt und ist mit Übergabe im Frühsommer 2009 für Pflege und Bauunterhaltung zuständig. Der Bauplan umfasst auch eine Flutlichtanlage, einen Spielertunnel und mehr Platz für die Medien. Das Konzept sieht einen Ausbau auf 15.000 Plätze bei Bedarf vor. (Stadionwelt, 07.03.08)

  10. Annette sagt:

    @jan:

    ja, es stimmt: das FSV-Stadion kann auch auf 15.000 Plätze ausgebaut werden.

    @alle:
    Also die SGE ist nicht mehr das Feindbild des FSV? Okay, auch ich lerne gerne dazu.

    Aber was ich auch glaube: Dass die Eintracht-Fans dem FSV so milde gestimmt sind, hat auch damit zu tun, dass der FSV der Eintracht in den letzten Jahren sportlich einfach nicht mehr das Wasser reichen konnte.

  11. 100% FSV sagt:

    Ich finde auch das zwischen den Vereinen kein Hass besteht warum auch? wir sind aus der selben Stadt und müssen auch zusammen halten

  12. turbi77 sagt:

    also ich habe auch bedenken, wenn unser FSV in der „ungeliebten“ coba-Arena spielen muss. würde mir wünschen, dass der stadionausbau tatsächlich fortgesetzt wird und die kapazität gleich auf 15.000 erweitert werden könnte.
    Der Hang bleibt halt doch „unsere Spielstätte“. versuche zwar auch die „pro-argumente“ fürs die coba-arena zu verstehen, bleibe aber eher skeptisch.
    by the way: wie veträgt sich denn der spielort „commerzbank-arena“ mit unserem stadion-werbepartner „frankfurter volksbank“?

  13. schusch sagt:

    N`abend,

    wenn ich mich als Eintrachtler hier melden darf….

    „Finden Euch niedlich“ ist vielleicht ein wenig bös. Wir betrachten das eigentlich eher mit Wohlwollen, dass Ihr so gut da steht. Ärgert Euch? Na gut. Uns eigentlich nicht. Über Euern dicken Präsi gehn die Meinungen auseinander, das ist nebensächlich, Ihr seid auch ein Stück Frankfurt. (Der Sportverein ist nicht in Bornheim geboren!)

    Dass bei den Derbies mit Regenschirmen aufeinander los gedroschen wurde, ist ja mal gut 50 Jahre her.

    Aber da wir bei der Historie sind:

    Auch der Sportverein hat früher seine großen Spiele im Stadion ausgetragen. Genauso wie die Kackers. Die Eintracht hat auch ihre Spiele am Hang ausgetragen, als aus dem alten Riederwald die Trümmerverwertungsstätte wurde.

    Das ist also nichts wesentlich neues.

    Die Waldschrate vom Halberg haben ihre ersten 2.-Ligaspiele auch bei „uns“ ausgetragen, als die ihre Blechkiste noch nicht fertig hatten. Kamen viel mehr Leute als auf den Acker da oben. War sogar erstaunlicher Zuspruch. Und so richtig laut seit ihr ja am Hang auch nicht, vor allem wenn die Traditionsvereine der 2.Liga ihre Leute mitbringen.

    Als Übergangslösung ist das durchaus okay, kommen sicher auch Leute, die zu spät dran sind für Eintracht-Karten, wenn ihr anfangs attraktive Vereine zieht, freut sich der Kassenwart, und irgendwann ist dann auch das Stadion fertig ( in dem unsere U23 spielt. 😉

    Ich würd´s als Chance sehen. Vielleicht bleiben ja genug hängen, die Euch auch am Hang sehen will.

    Müsst halt nur nen Shuttle-Service mit genug Zivis ab Bornheim Mitte einrichten, damit Ihr Eure Rentner rausbekommt.

    Grüße!

  14. Annette sagt:

    @jan
    und jetzt noch mal etwas genauer zu deiner Frage, ob nicht einfach weitergebaut werden kann, beim Aufstieg in die zweite Liga:
    Laut Geschäftsführer Clemens Krüger erstmal nicht (ist ja auch eine Kostenfrage, denn dann würden die kalkulierten 12 Millionen Euro nicht mehr reichen).
    Aber die DFL soll laut Krüger schon ihre Zustimmung signalisiert haben, dass die mangelnde Zuschauerkapazität kein Ausschlusskriterium ist.

  15. FSV,ler sagt:

    @Annette

    selbst bei einem neuen Stadion sollte doch die Möglichkeit bestehen, „grosse“ Spiele in
    der Commerzbank Arena auszutragen , oder sehe ich das falsch ?

  16. Annette sagt:

    Die Möglichkeit ist bestimmt immer da, die Frage ist nur, ob man das auch will. Weil die Arena ist ja auch nicht ganz billig.
    Wenn beispielsweise die Bayern in der ersten Runde des DFB-Pokals kommen, könnte ich mir das schon vorstellen. Ist wohl alles Verhandlungssache.

  17. Tartan Army sagt:

    Ich lass mich ja gerne eines Besseren belehren, aber soweit ich weiß, hat der FSV seine Punktspiele immer am Bornheimer Hang ausgetragen, mit einer Ausnahme: das Endspiel um die deutsche Meisterschaft am 21.05.1925.

  18. jan sagt:

    1938/39 spielte der FSV im Pokal-Halbfinale vor 40000 Zuschauern im Waldstadion gegen den Wiener SC und gewann mit 3:2. Im Endspiel gegen Rapid Wien verloren die Bornheimer dann. Ist aber auch schon ein „paar Tage“ her…
    Danach ist mir auch kein Spiel des FSV im Waldstadion mehr bekannt.

  19. Sven sagt:

    Als Neu-Sympathisant wünsche ich mir, dass der FSV in seinem Stadion bleibt. Nach erreichen des Champions League – Halbfinale gegen den FC Arsenal im Jahr 2017 müsste man allerdings über einen (vorübergehenden) Umzug in die Arena am Oberforsthaus noch einmal nachdenken…Der FSV wird hoffentlich keine Kopie der Eintracht. Was wäre aus dem FC St. Pauli geworden, wenn er vor Jahren in die Arena bei der Hamburger Müllverbrennungsanlage gezogen wäre? So eine Art München 1860 des Nordens, die haben zwar eine schicke, aber eine zu zwei Dritteln leere Arena. In den Achtzigern habe ich Blau-Weiss 90 im Berliner Olympiastadion erlebt, gespenstisch! Falls die Fans dem FSV vor Begeisterung die Hütte einrennen sollten, könnte man ja erneut überlegen…

  20. Julian Franzke sagt:

    @ all: Aktuell spielen mit der TSG Hoffenheim, dem SC Paderborn sowie Wehen Wiesbaden drei Vereine in der 2. Liga, deren Stadion ebenfalls keine 15.000 Zuschauer fasst. Die DFL verlangt, dass ein Konzept zur Erweiterung der Kapazität auf 15.000 Plätze vorgelegt wird, dann ist die vorübergehende Nutzung des Stadions mit 10.500 Plätzen kein Problem.

  21. Barbara sagt:

    @ Sven: Du diskutierst am Problem vorbei – niemand will ins Waldstadion umziehen. Es geht ja nur um die Überbrückung der Zeit, bis am Bornheimer Hang wieder ein voll benutzbares Stadion zur Verfügung steht. Auf einer Baustelle können nun mal keine Zweitligaspiele stattfinden. Es kann also eigentlich nur um die Frage gehen, wie man es im Fall eines „Durchmarschs“ schaffen kann, aus der zweifellos misslichen Situation, eine ganze Saison in einem überdimensionierten Stadion spielen zu müssen, das Beste zu machen.
    So neu ist die Situation eigentlich gar nicht, wenn man es genau bedenkt: Schließlich hat der FSV seine Spiele ja über Jahre in einer völlig überdimensionierten Arena ausgetragen: bei 500 Leuten in einem Stadion, das Platz für 25000 hat, kann man ja auch nicht gerade von Auslastung sprechen. Gut, das war natürlich die eigene Heimat, und ich will das auch nicht wirklich vergleichen, sondern eher dafür sprechen, das Ganze doch pragmatisch zu sehen. Es wird ja wohl niemand ernsthaft wollen, dass die Mannschaft jetzt aufhört, so tollen Fußball wie in den letzten Wochen zu spielen, um den Aufsteig in die 2. Liga zu vermeiden. Im Gegenteil: Wenn das Niveau gehalten und nach dem Aufstieg noch gesteigert werden kann, ist mir eigentlich auch vor dem Commerz-Tempel nicht bange. Das könnte doch vielleicht dazu beitragen, dass die Mannschaft die ihr gebührende öffentliche Aufmerksamkeit bekommt.
    Außerdem sehe ich das als Herausforderung der Kreativität von Vereinsführung und Fans: was kann es für Aktionen geben, mit denen man von Bornheim in den Stadtwald mobilisiert? Vielleicht könnte man ja schon mal anfangen, Ideen zu sammeln. Hier ist die erste: Der FSV-Partner VGF stellt den Ebbel-Ex für eine Fahrt vom Bornheimer Hang zum Waldstadion (Pardon: vom Frankfurter Volksbank Stadion zur Commerzbank Arena) zur Verfügung, und für alle Fans wird schon die Fahrt zum Erlebnis, so dass man in entsprechender Stimmung im Stadion ankommt. Gut, was?

  22. FSV,ler sagt:

    @Barbara

    du triffst den Nagel auf den Kopf.

    ich plädiere für Barbara als als Ideen und Kreativausschussvorsitzende für kommende Aufgaben beim Fussballsportverein Frankfurt zur Verbesserung und Erweiterung
    der Fankultur .

  23. Bono sagt:

    Der FSV sollte in Bernem bleiben. NEIN zum Umzug in die Commerzbank-Arena.

  24. Brillo Helmstein sagt:

    Jetzt bin ich auch hier gelandet und ich sehe es sehr pragmatisch!

    Es gibt leider sogenannte „Fangruppierungen“ in der kommenden Saison – wahrscheinlich sogar vermehrt in der 3. Liga – die kommen auf Baustellen mit Familien, Rentnern, Pazifisten….. dicht zusammen ohne nette Absichten. Da liegen mir zuviel Steine etc. herum! Daher ist ein Umzug wahrscheinlich notwendig.

    Auch ich habe keinen Bock auf diese Riesenschüssel! Lieber mit 6.000 Zuschauern am halbvollen Hang, als mit 12.000 in einem 3/4 leeren WM-Stadion.

    Mit unserer Nachbar AG sind wir sicherlich seit Jahrzehnten nicht mehr auf Augenhöhe. Da hatte ich auch bis 2002 kein Problem mehr mit. Die spielten einfach in einer anderen Liga. Die Eintracht machte ihr Ding, wir machten unser Ding!

    2001/2002 ist aber eine ganz miese Sache gelaufen (Wer die verschiedenen Artikel der Frankfurter Zeitungen von damals richtig zusammensetzt, der kommt zum gleichen Ergebnis; alles auch in der Rundschau nachzulesen), über die ich einfach nicht hinwegsehen kann.

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    Exkurs:

    Der Konzern „Eintracht Frankfurt“ bestehend aus AG und e.V. hatte einen Plan A und einen Plan B.

    Plan A: Die Eintracht AG sagte vor der Runde:“Wir haben finanziell nur einen Schuss frei in der 2. Liga, um wieder in die 1. Liga aufzusteigen“.

    Die Eintracht AG hatte einen der größten Etats der zweiten Liga und trotzdem den sportlichen Aufstieg nicht geschafft. Der finale finanzielle Schuss hatte sein Ziel verfehlt. Die Eintracht AG war quasi zahlungsunfähig. Der DFB hat mit Lizenzentzug gedroht.

    Da knapp die Hälfte der Anteile an der Eintracht AG an den Sportvermarkter Octagon verkauft waren und die daraus resultierenden 60 Millionen D-Mark verbrannt waren, wäre die Eintracht zur Hälfte verkauft gewesen und hätte trotzdem in der Regionalliga spielen müssen. Ein Konkurs der Eintracht AG wäre die bessere Alternative gewesen, wenn…

    Plan B: Es wurden 3,5 Mio D-Mark von der Eintracht AG in den Verein Eintracht e.V gepumpt, um den Aufstieg der U23 von der Oberliga in die Regionalliga zu schaffen.

    Die Überlegungen des „Konzernvorstands“ der Eintracht lauteten damals: Sollte die Eintracht AG den Aufstieg in die erste Liga nicht schaffen und müsste wegen des Lizenzentzugs in der Regionalliga antreten, dann meldet die AG Konkurs an. Dafür würde der Verein Eintracht e.V. in der Regionalliga spielen. Dann wäre der Konzern „Eintracht“ wenigstens noch zu 100% an der Regionalligamannschaft beteiligt gewesen.

    Plan B ging auf. Der Verein Eintracht e.V. stieg in die Regionalliga auf.

    Plag A ging nicht auf. Durch Lobbyarbeit, Bürgschaften der Landesregierung und der helaba blieb die Eintracht AG am Leben und in der zweiten Bundesliga.

    Geschädigt war der FSV und blieb in der Oberliga.

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    @Tartan Army:
    „Für die Eintrachtler ist der FSV wahrscheinlich doch eher “niedlich”. (So niedlich wie Knut aus Berlin, mal sehen wie das in 2-3 Jahren aussieht…)“

    Da wächst etwas heran: Ja, wir können es!

  25. Tartan Army sagt:

    @Brillo:
    Bei Knut bin ich mir ziemlich sicher, wie groß und gefährlich der mal wird, bei uns kann man es nur hoffen…..

  26. option online

    Bornheimer-Hang.de – FSV Frankfurt » Der FSV in der Arena – Chance oder Albtraum?

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