Der FSV will über Jena in die Geschichtsbücher

Was der erste Saisonsieg des FSV Frankfurt in der Zweiten Bundesliga ausgemacht hat, konnte man beim Auslauftraining am Montagmorgen sehen. Gelöst wirkten Spieler und Trainer des Aufsteigers, der Flachs blühte. „Für die Seele waren das wichtige drei Punkte“, sagte Manager Bernd Reisig später bei der Pressekonferenz zum Pokalspiel bei Carl Zeiss Jena. Beim Drittligisten wollen Teamchef Tomas Oral und seine Mannschaft am Mittwoch von 20.30 Uhr an „Geschichte schreiben“, so Oral. Denn der FSV könnte erstmals in seiner Klubhistorie in die dritte Runde des DFB-Pokals einziehen. Zweimal – 1982 und 1983 – standen die Bornheimer bislang in der zweiten Runde, 1982 war gegen den SSV Ulm, ein Jahr später gegen Waldhof Mannheim Endstation. Zudem lohnt sich der Einzug in die dritte Runde auch finanziell, da es aus dem TV-Topf des DFB weitere 450 000 Euro für die Bornheimer gäbe.
Allerdings warnen Oral und auch Manager Reisig davor, die Partie bei den Thüringern als Selbstläufer zu betrachten. „Jena hat sehr gute Qualität“, sagt der FSV-Teamchef, „wer diese Mannschaft unterschätzt, der muss sich an den Kopf greifen.“ Oral und Reisig haben den Zweitligaabsteiger am vergangenen Samstag bei dessen Gastspiel bei Kickers Offenbach (1:2) beobachtet und sind der Meinung, „dass Jena bisher unter seinen Verhältnissen spielt“ (Reisig). Bei aller Wertschätzung für den Kontrahenten sind sie beim FSV jedoch selbstbewusst genug, um davon auszugehen, dass der Zweitligaaufsteiger die Hürde Jena nimmt. Schließlich hat sich nach dem Erfolg gegen Oberhausen nicht nur die Laune gebessert, Orals Mannschaft hat nun auch eine breitere Brust.
Personell wird voraussichtlich zwei Änderungen geben. Oral dürfte wohl David Ulm anstelle von Sead Mehic in den Sturm einbauen, im Mittelfeld könnte die Stunde von Amir Shapourzadeh schlagen. Zudem steht der gegen Oberhausen gesperrte Dennis Hillebrand wieder zur Verfügung.

Die voraussichtliche Aufstellung: Klandt – Weißenfeldt, Schumann, Klitzpera, Noll (Hillebrand) – Shapourzadeh, Barletta, Theodoridis, Kreuz – Cenci, Ulm.

11 Kommentare für “Der FSV will über Jena in die Geschichtsbücher”

  1. jan sagt:

    Miko nicht in der Startaufstellung?

  2. Michael sagt:

    Es kann nur sein dass er Verletzt ist,anders macht das keinen Sinn ! Der wechsel von Mehic ist Überfällig ! Wenn man sieht wie er immer wieder die Bälle verliert im Mittelfeld und oft Halbherzig spielt muß man sagen im Moment gehört er nicht in die Erste Elf . Dass ist sicher auch bei Kreuz der Fall. Er kommt nicht in die Form die ihn in der letzten Saison ausgezeichnet hat. Aber Tomas Oral sieht es wohl anders. Die wechsel von Miko in den letzten spielen bleiben wohl auch ein Rätsel.

  3. jan sagt:

    Ich fürchte, Miko hat nicht die Luft für 90 Minuten, er läuft sehr viel auf seiner Seite und erzeugt dadurch immer gefährliche Situationen. Gestern war nicht sein Tag, aber wurde er nicht auch in allen anderen Spielen vorzeitig ausgewechselt? Könnte Probleme mit der Kondition aufzeigen. Kreuz hat nicht seine beste Phase, sehe ich momentan auch eher auf der Bank, dafür Theo in die Stammelf.

    Mehic hat in jedem Spiel einige geile Aktionen, er ist enorm abgezockt, es fehlt aber ein bißchen die Konstanz über die gesamte Spielzeit (siehe Miko). Gut ist aber, das wir auf den meisten Positionen wirklich gute Optionen haben, wie gestern mit Ulm und Shapo.

    Tomas Oral kennt seine Spieler und wird schon die richtigen Entscheidungen treffen, das macht er ja seit zwei Jahren bestens 🙂

  4. Andreas sagt:

    Lieber jan, lieber Michael,
    die Aufstellung ist die voraussichtliche, insofern habe ich Tomas Orals Aussagen auf der Pressekonferenz interpretiert. Er hat gesagt, dass es im Sturm und im Mittelfeld wahrscheinlich Änderungen gibt. Da David Ulm gut gespielt hat, denke ich, dass er reinkommt. Und im Mittelfeld haben Oral die beiden Flügelspieler nicht gefallen. Es könnte statt Mikolajczak also auch Markus Kreuz treffen. Wobei ich eher an Mikolajczak glaube, weil er öfter nach etwa einer Stunde nachlässt.

  5. Michael sagt:

    Lieber Andreas. So habe ich die Aufstellung auch Verstanden. Trotzdem: Ich bleibe dabei das Mehic und Kreuz zur Zeit nicht spielen sollten. Aber, wenn Mikolajczak nicht die Luft für 90 Minuten hat, dann läuft doch was falsch. Vor der Saison wurde Miko immer als Top Fit beschrieben. Wenn Spielern die Puste ausgeht liegt dass auch daran das zum beispiel Mehic der( ein guter ist) sich Bälle erkämpft aber sie nach 10 Metern wieder Verliert und dann alle wieder nach hinten müßen,um das auszubügeln. Das kostet unnötig Kraft.

  6. Tartan Army sagt:

    @Mehic:
    Hat den ersten Elfer rausgeholt, ist schnell, beweglich und bietet sich immer an, rechts wie links. Ist außerdem immer für ein Tor gut. Würde ich auf keinen Fall draussenlassen.

  7. Bono sagt:

    – Amir verliert zu oft den Ball.
    – Miko… gehört in die Startelf.
    – Sead hat gegen RWO net gut gespielt.
    – Theo ist auf dem richtigen Weg.
    – Cenci hat wieder einmal seine Klasse gezeigt.
    – Bencik muß sich hinten anstellen.
    – Barletta einmalig.
    – Klandt sicher.
    – Hillebrandt offensiv besser als Noll.
    – Weißenfeldt wirkt manchmal unsicher.
    – Kreuz gibt mir Rätsel auf.
    – Ulm gehört in die Startelf.
    …….

  8. Bono sagt:

    Meine Startelf:
    Klandt- Hillebrandt, Schumann, Klitzpera, Weißenfeldt- Miko…, Barletta, Theo…, Mehic, Cenci, Ulm

  9. Tartan Army sagt:

    Mal was ganz anderes:
    „Denn der FSV könnte erstmals in seiner Klubhistorie in die dritte Runde des DFB-Pokals einziehen. Zweimal – 1982 und 1983 – standen die Bornheimer bislang in der zweiten Runde, 1982 war gegen den SSV Ulm, ein Jahr später gegen Waldhof Mannheim Endstation. “

    Vorrunde FSV Frankfurt – Fortuna Düsseldorf 3:1
    VfB Mühlburg – VfB Stuttgart 2:1
    Brandenburg 05 – Vorwärts-Rasensport Gleiwitz 0:1
    Rot-Weiss Essen – Hertha BSC 3:0
    SV Waldhof Mannheim – Westfalia Herne 6:0
    TSV 1860 München – Dresdner SC 3:0
    1. FC Nürnberg – VfR Mannheim 1:0
    Blau-Weiß 90 Berlin – Phönix Lübeck 1:0

    Achtelfinale
    Nach der Annexion Österreichs an das Deutsche Reich spielten die Vereine der nunmehrigen „Ostmark“ und die deutschen Vereine zunächst jeweils eine interne Ausscheidungsrunde aus.

    Ausscheidungsrunde der Ostmark
    First Vienna FC 1894 – SK Admira Wien 6:0
    Wiener Sport-Club – SC Wacker Wien 1:0
    SK Rapid Wien – SV Amateure Fiat Wien 5:1
    Grazer SC – FK Austria Wien 3:2

    Ausscheidungsrunde der deutschen Vereine
    Waldhof Mannheim – Rot-Weiß Essen 3:2 n. V.
    FSV Frankfurt – VfB Mühlburg 3:1
    Blau-Weiß 90 Berlin – 1860 München 1:2
    Vorwärts Rasensport Gleiwitz – 1. FC Nürnberg 2:4

    Viertelfinale
    1. FC Nürnberg – First Vienna FC 1894 3:1
    1860 München – FSV Frankfurt 1:2 n. V.
    Waldhof Mannheim – SK Rapid Wien 2:3
    Wiener Sport-Club – Grazer SC 6:1

    Halbfinale
    SK Rapid Wien – 1. FC Nürnberg 2:0
    FSV Frankfurt – Wiener Sport-Club 3:2

    Finale
    Paarung SK Rapid Wien – FSV Frankfurt
    Ergebnis 3:1 (0:1)
    Datum 8. Januar 1939
    Stadion Olympiastadion Berlin, Berlin
    40.000 Zuschauer
    Schiedsrichter Fritz Rühle (Merseburg)
    Tore 0:1 Dosedzal (17.), 1:1 Georg Schors (80.), 2:1 Johann Hofstätter (85.), 3:1 Franz Binder (90.)
    Rapid Wien Rudolf Raftl, Heribert Sperner, Rudolf Schlauf, Franz Wagner, Johann Hofstätter, Stefan Skoumal, Franz Hofer, Georg Schors, Franz Binder (Kapitän), Wilhelm Holec, Johann Pesser
    Trainer: Leopold Nitsch
    FSV Frankfurt Hans Wolf (Fußballer), Willy May (Fußballer), H. Schweinhardt, Böttgen, Dietsch, Fend, Bubi Armbruster (Kapitän), Karl Heldmann, Franz Dosedzal, Franz Faust, Wörner
    Trainer: Martin Eiling

    Auch wenn das damals noch Tschammerpokal hieß, gilt Rapid Wien als DFB Pokalsieger.

    Pokalsieger der Herzen waren damals die Bernemer, zu offensichtlich war die Schiebung zugunsten des politisch gewollten Siegers aus Österreich……..

  10. Andreas sagt:

    Moin Tartan Army (oder Smuel)
    Deine Statistik ist natürlich korrekt. Auf der Pressekonferenz vor dem heutigen Spiel war just dieser Wettbewerb auch Gegenstand der Diskussion. Es hieß dann aber von offizieller Seite, dass es im DFB-Pokal (und ausdrücklich) in dem das erste Mal wäre.

  11. Tartan Army sagt:

    Hi Andreas (oder B…….r),
    Wikipedia lügt halt nicht (naja, meistens).
    Auch wenn unsere „offizielle Seite“ meint, dass die damalige Finalteilnahme nicht zum DFB Pokal zählt, für den DFB gehört der damalige Wettbewerb zum DFB-Pokal.
    Aber wir wollen jetzt ja nicht in den Krümeln picken, erst gilt es in Jena zu gewinnen.
    Dann kann ja weiter „Geschichte“ geschrieben werden.

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