Die Zeitreise des FSV: In acht Jahren von der Hölle in den Himmel?

Jahn Regensburg. Da war doch was. Saison 1999/2000: Der FSV in der Regionalliga, eigentlich schon gerettet (auch wegen des Lizenzentzuges vom FC Augsburg). Aber, weil Elton da Costa im letzten Spiel eingewechselt wurde, obwohl er nicht auf dem Spielberichtsbogen stand, begann das Unheil. Der FSV bekam zunächst nur eine Geldstrafe, der SV Wehen legte Einspruch ein, dem FSV wurden die drei Punkte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart II wieder aberkannt. Die Bornheimer mussten deshalb in die Entscheidungsspiele gegen: Jahn Regensburg. Das Hinspiel wurde mit 2:3 verloren, das Rückspiel in Regensburg mit 1:3. Und der FSV stieg im Juni des Jahres 2000 in die Oberliga ab. Jahn Regensburg wurde Regionalligist.

„FSV fällt in die Oberliga – 1:3 in Regensburg ist Frankfurts Offenbarungseid“ titelte die FR damals. Und mein Kollege Ingo Durstewitz zitierte Bernd Reisig damals mit den Worten: „Das kam nahe an einen Offenbarungseid heran.“ Der damalige Trainer Michael Blättel sagte: „Das ist das Schlimmste, was ich bisher erleben musste.“

Soweit der Ausflug in die Historie. Die langjährigen FSV-Fans werden sich wahrscheinlich noch sehr gut daran erinnern. Was mich interessieren würde: Wie war das damals? Wie habt ihr es erlebt? Und: Spielt das angesichts des Endspiels am Samstag noch irgendeine Rolle für Euch?
Oder: Ist das einfach nur Schicksal, dass sich ausgerechnet in Regensburg der Kreis für den FSV zur Rückkehr in den Profi-Fußball schließen könnte?

15 Kommentare für “Die Zeitreise des FSV: In acht Jahren von der Hölle in den Himmel?”

  1. Olli aus BI sagt:

    Das sind die berühmten, viel zitierten Geschichten die nur der Fussball schreibt. Das ist das Mysthische was ihn umgibt. Wenn einer 2000 gesagt hätte, wir würden acht Jahre später an gleicher Stelle den Abstieg von 1995 aus der 2. BL vergessen machen wäre er für verrückt erklärt worden. Ein Aufstieg ist schon schwer genug. Aber ein Durchmarsch? Ich glaube alle FSV-Fans sind so leidgeplagt daß wir bislang immer dachten, „so etwas gelingt doch nur den anderen“. Aber am Samstag wird sich die Kontinuität auszahlen, die mit dem Antritt von Bernd Reisig und seinem Team 1996 begann. Der Beweis das sich langfristige Planung immer auszahlt. Wir sind schuldenfrei und haben aufgrund der neue Auf- und Abstiegsregelung ab 08/09 größere Chancen uns auf Jahre in der 2. Liga festzusetzen. Ihm und Thomas Oral sollte ein goldenens Denkmal in Bornheim gesetzt werden!

  2. Olli aus BI sagt:

    Das sind die berühmten, viel zitierten Geschichten die nur der Fussball schreibt. Das ist das Mysthische was ihn umgibt. Wenn einer 2000 gesagt hätte, wir würden acht Jahre später an gleicher Stelle den Abstieg von 1995 aus der 2. BL vergessen machen wäre er für verrückt erklärt worden. Ein Aufstieg ist schon schwer genug. Aber ein Durchmarsch? Ich glaube alle FSV-Fans sind so leidgeplagt daß wir bislang immer dachten, „so etwas gelingt doch nur den anderen“. Am Samstag wird sich die Kontinuität auszahlen, die mit dem Antritt von Bernd Reisig und seinem Team 1996 begann. Der Beweis das sich langfristige Planung immer auszahlt. Wir sind schuldenfrei und haben aufgrund der neue Auf- und Abstiegsregelung ab 08/09 größere Chancen uns auf Jahre in der 2. Liga festzusetzen. Ihm und Thomas Oral sollte ein goldenens Denkmal in Bornheim gesetzt werden!

  3. FSV,ler sagt:

    wenn einem soviel Unheil wird beschert ….

    dann ist das einen Durchmarsch wert!!!

    Wir schauen nicht zurück – Wir schauen nach vorne !!!

    es schlägt die Stunde des Underdogs . Wir sind im Rampenlicht .

    Was gestern war interessiert nicht.

    Deutscher Amateurmeister 1972 – so lange warte ich eigentlich auf ein Erfolgserlebnis.

    Diese Situation ist , wenn wir aufsteigen , eine völlig andere , als in den letzten 30 Jahren.

    Diese Entwicklung im Verein wird nachhaltig sein . Wir werden ganz anders wahrgenommen.

    Harte , gute und ehrliche Arbeit wird belohnt , und mit ein bisschen Glück wird es

    zum Bornheimer Sommermärchen.

  4. Rotbart sagt:

    Samstag machen wir 1999/2000 ungeschehen und nächste Saison bekommen wir auch Britta-Wiesbaden wieder vors Messer…
    Komme da was wolle, IHR WERDET UNS NICHT LOS!!!

  5. Brillo Helmstein sagt:

    Der FSV-Anhänger ist schon ein leidgeprüftes Exemplar der Gattung Fußball-Fan!

    Ich kann mich noch gut an die Geschehnisse des Pfingstmontags im Jahr 2000 erinnern: Wir waren guter Stimmung, das Ergebnis einer mehr als fragwürdigen Sportgerichtsentscheidung und eines verkorksten Hinspiels doch noch umdrehen zu können. Dann der Abpfiff: Emotionale Leere und sonst nichts!

    Doch es sollte ja noch schlimmer kommen:

    2000/2001: Eine Chaos-Saison unter Kurt Garger, in der unser als Favorit gestarteter FSV nur im Mittelfeld landete.
    2001/2002: Das merkwürdige Finanzgebahren unserer Nachbar AG, die unbedingt ihre U23 in die Regionalliga hieven wollte. Der FSV belegte mit meilenweitem Vorsprung Rang 2.
    2002/2003: Der starke Auftritt der Eschborner, dem wir trotz der massiven Punktabzüge nichts entgegenzusetzen hatten, so dass uns erneut nur die goldene Ananas blieb.
    2003/2004: Der Dreikampf Darmstadt, Kassel, Fulda, der mit der Pleite Fuldas endete. Unser FSV hat sich aus dem finanziellen Wettrüsten vernünftigerweise herausgehalten und versank im tristen Mittelfeld der Tabelle.
    2004/2005: Die Lizenzbetrüger aus Eschborn dürfen trotz aller städtischer Bürgschaften und gefälschter Gehaltslisten aufsteigen. Der FSV schaute mal wieder in die Röhre.
    2005/2006: Diesen Himmelfahrtstag 2006 wird keiner mit schwarz-blauem Blut in den Adern je vergessen.
    2006/2007: Aufstehen, auch wenn es schwer fällt, hieß die Parole, und endlich wurden wir mit dem Aufstieg in die Regionalliga belohnt.

    Die 7 Jahre waren zwar sportlich eine ziemlich harte Zeit, aber das Präsidium und das Management haben diese Zeit hervorragend genutzt, um die für höhere Ziele des Vereins notwendige Infrastruktur aufzubauen (Schuldenabbau, VIP-Raum, Sponsoren-Pool…..). Auch der Stadionumbau ist nicht selbstverständlich, sondern da musste im Hintergrund mit Sicherheit viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Danke auch von mir für die Leute an der Vereinsspitze!

    Aber das ist alles Vergangenheit: Was zählt ist am Samstag „auf`m Platz“!

    Daher habe ich auch keine Angst nach 8 Jahren an den „Ort des Schreckens“ zurückzukehren. Wir haben bisher eine tolle Saison gesehen! Unsere Mannschaft hat genügend Charakter, um nicht überheblich zu werden und wird noch einmal mit voller Konzentration an das letzte Spiel herangehen. Mit diesem Vertrauen fahre ich nach Regensburg: Wir schaffen das!

    Dass das „Wunder von Bernem“ ausgerechnet in Regensburg wahr werden soll, das ist eine der Geschichten, warum wir den Fußball so lieben…………

  6. jan sagt:

    Ich weiß nur , das ich seit dem Jahr 2000 auf meiner „Fussball-Feindesliste“, den SV Wasserfilter Wehen ganz oben stehen habe und ich kann es kaum erwarten, die wieder in der selben Liga zu sehen – Rache ist süß!

  7. Rotbart sagt:

    Nächste Saison demontieren den Wasserfiltern das Stadion… Da muss man ja nur zwei Schrauben losdrehen… 😀

  8. Hoppi sagt:

    Der damalige tiefe Fall ist nur noch eine, wenn auch unschöne Erinnerung,
    aber wir werden sie an diesem Wochenende tilgen!!!

    Hoppi

  9. Bono sagt:

    Stimmt. wir haben noch eine Rechnung offen mit Brita Wiesbaden- Wehen – Wasserfilter – Taunusstein .
    Hatte mich schon vor dem Hinspiel für die Auswärtsfahrt angemeldet. Hatte aber nach dem Spiel keine Hoffnung mehr und bin zu Hause geblieben.
    Hoffe das wir aufsteigen und am letzten Spieltag gegen den Retortenklub spielen und sie in die 3.Liga schicken. Wäre doch toll oder? Am besten schießen wir das Siegtor in der 98. Minute per Flugkopfball von der Mittellinie.

  10. Bono sagt:

    Tolle idee mit der Demontage des Blech-Lego- Stadions. Oder wir ziehen es mit einem Riesenmagneten und versenken es im Rhein.

  11. Michael sagt:

    Hat jetzt nicht unbedingt mit Regensburg zu tun : Aber: Heute Nachmittag habe ich zufällig die letzten Minuten des Frauenländerspiels gegen Wales gesehen. Der Reporter sagte : Der DFB geht gerne mit den Länderspielen in kleinere Stadien. Dort dürsten die Zuschauer nach gutem Fußball ! Und jetzt kommts !!! Dass Spiel fand im Kasseler Auestadion statt ! Mich schlapplach !!!

  12. FOZZY sagt:

    Regensburg 2000 war ein ganz schwarzer Tag für uns
    habe schon vorher ein ungutes gefühl gehabt
    Habe auf dem Rasen gesessen und Rotz und Wasser geflännt
    seit dem habe ich eine tierische abneigung gegen die Wasserfilter

    Doch heute ist eine andere Situation ich bin mir sicher ich werde wieder heulen
    aber dieses mal vor Glück
    und nächstes Jahr schicken wir die Wasserfilter in die Wüste und somit
    schliesst sich der Kreiß

    FORZA BORNHEIM FORZA FSV

  13. geissbock sagt:

    Seit Ihr sicher das es von den Weher kommt und nicht von einem Frankfurter Journalisten? Meines wissens nach hatte euer geschätzter Trainer falsch eingewechselt. Ein Ausländer zuviel bedeutet nun einmal das die Punkte an den Gegner gehen. Wüsste also nicht, warum Ihr den Wasserfilter in Wiesbaden zerstören wollt. Macht das besser in FFM-OXXENBACH, die Bude ist sowieso hinüber und durch die Fans verseucht 😉

  14. Brillo Helmstein sagt:

    @geissbock
    Es war ein rein formaler Fehler. Der eingewechselte Spieler stand einfach nicht auf dem Spielberichtsbogen. Es wurde keines der verschiedenen Wechselkontingente verletzt (3 Einwechslungen, Ausländer, U23,………….). Eine Wettbewerbsverzerrung lag somit nicht vor. Den Fehler hatte zwar der FSV gemacht, er wurde dafür aber mehr als überhart bestraft.

    Das ist Schnee von gestern! Mir reichen in der kommenden Saison 6 Punkte gegen Wehen.

    Übrigens können sich Millionen/ Milliarden Frauen auf dieser Welt nicht irren. Im Kreißsaal haben alle (wenn auch in verschiedenen Sprachen) dasselbe gesagt: „Scheiß Wehen!“ 😀

  15. Annette sagt:

    Hihihi… 🙂

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