Gefühlte Niederlage

[inspic=6,fsv,fullscreen,thumb]Hinterher saß Christian Mikolajczak ziemlich verloren auf der Ersatzbank und stierte ins Nichts. Möglich, dass dem Mittelfeldspieler des FSV Frankfurt in diesen Sekunden noch einmal jene Szene durch den Kopf gegangen ist, die das Spiel der Bornheimer gegen die zweite Mannschaft von Bayern München wahrscheinlich entschieden hätte. 2:0 führte der FSV nach Toren von Thomas Sobotzik (14.) und Matias Cenci (18.) zu diesem Zeitpunkt, war die dominierende Mannschaft, führte den Gegner vor und sorgte für Verzückung unter den 2200 Zuschauern. Und als Christian Mikolajczak sich in der 28. Minute aufmachte in Richtung Bayern-Tor, zum Heber ansetzte und den Ball über den herausstürmenden Keeper Thomas Kraft lupfte, hatten viele im Stadion schon den nächsten Torschrei auf den Lippen. Doch der Ball trudelte am linken Pfosten knapp vorbei.

„Wenn wir hier das dritte Tor machen“, sagte der starke Neuzugang David Ulm, „dann ist das Spiel vorbei.“ Wohl wahr.

Anstatt weiter Druck zu machen, wurde der FSV einen Tick zu passiv, ließ sich dann durch den Anschlusstreffer des Gegners verunsichern und verlor seine Souveränität der Anfangsphase. Holger Badstuber verlängerte einen Freistoß per Kopf für die Bayern (38.) und machte dann auch noch den 2:2-Endstand perfekt (87.). „Dass wir den Ausgleich so spät bekommen, ist schwer zu ertragen“, gestand der technisch starke, wieselflinke David Ulm, der mit Einzelaktionen – wie etwa der starken Vorarbeit zum 1:0 – als bester Bornheimer Glanzpunkte setzte.

Erneut zeigte der FSV Mängel in der Chancenverwertung, vergaben Höfler oder Sobotzik beste Möglichkeiten. „Wir haben die drei Punkte leichtfertig hergegeben“, sagte Thomas Sobotzik. Am Ende wollten die Frankfurter dieses 2:1 einfach irgendwie über die Zeit bringen. Doch auch das misslang. „Wir hatten zu viel Angst das 2:2 zu bekommen“, sagte FSV-Trainer Tomas Oral, der in Ulm, Sobotzik, Torwart Patric Klandt und Lawrence Aidoo gleich vier Neuzugänge in der Anfangsformation aufbot. Während sich Ulm – zweiter Angreifer neben Cenci – als Gewinner fühlen durfte, Klandt ebenfalls einen soliden Part gab, war von allem Aidoo die fehlende Spielpraxis noch anzumerken.

„Für uns ist das heute hier eine gefühlte Niederlage“, bilanzierte Tomas Oral, während sein bayrischer Kollege Hermann Gerland „zufrieden“, war, „dass wir hier einen Punkt geholt haben“.

4 Kommentare für “Gefühlte Niederlage”

  1. ISO sagt:

    Schade, die Punkte waren dem FSV sicher.

  2. Isabell sagt:

    Das hätte ja nun wirklich nicht sein müssen.

  3. SB79 sagt:

    Ganz schön grau geworden, der Tommy…..
    😉

  4. David sagt:

    du Pfeife

    von david öksüz

Kommentarfunktion geschlossen.