Herz schwarz-blau. Die Fans des FSV. Heute: Barbara Helfer und Bernd Löser

Luis ist schuld. Hätte der kleine Sohn von Bernd Löser und Barbara Helfer vor einigen Jahren nicht schon einen ausgeprägten Hang zum Fußballspielen gehabt, wer weiß, ob seine Eltern jemals Fans des FSV Frankfurt geworden wären. Denn Bernd und Barbara hatten mit Fußball erst mal genau so viel am Hut wie eine Kuh mit Kräppel backen. Wenn man das mal so salopp ausdrücken darf. „Fußball hat mich nie interessiert“, gibt Barbara zu. „Ich hab nie verstanden, wie 22 Menschen anderthalb Stunden hinter einem Ball herlaufen können.“

Aber da war ja Luis. Und seine große Liebe zum Kicken. „Er wollte unbedingt mit seinem Kumpel in einer Mannschaft spielen“, erinnert sich Barbara, die dem Filius seinen Herzenswunsch natürlich nicht abschlagen konnte. Und weil Kumpel Fredi gerade einmal fünf Jahre zählte, also nur in einer Bambini-Mannschaft spielen konnte, kam die Familie zwangsläufig auf den FSV. Denn Bornheim ist nicht nur die Heimat der drei, der FSV gründete damals auch gerade eine Jugendmannschaft, in der auch schon die Kleinsten kicken durften. Und Luis bekam schließlich seinen Willen. Obwohl das Ganze für die Eltern eine ziemliche Überwindung war. Denn Fußball im Verein, mit allem, was dazu gehört – das war für Barbara und Bernd eigentlich eine fremde Welt. „Wir hatten uns das ganz furchtbar vorgestellt, weil wir ja auch nie etwas mit Fußball zu tun hatten. Wir hatten schon so komische Vorstellungen von Vereinsmeierei und so.“

Nur gut, dass die Familie beim FSV landete. Denn Barbara und Bernd merkten schnell: hier läuft das anders. „Beim FSV war die Jugendarbeit schon sehr professionell.“ Außerdem fand die Familie sehr schnell Anschluss zu anderen Familien, Freundschaften entstanden. „Man merkt gerade in letzter Zeit, wie sich das Ganze bis in den Stadtteil auswirkt. Und gerade das macht den FSV aus“, sagt Barbara.

Mittlerweile ist auch die Familie Löser/Helfer nicht mehr wegzudenken aus der Fan-Familie des FSV. Wobei Bernd Löser eigentlich meistens am Spielfeldrand zu finden ist. Denn er fotografiert – mit Leidenschaft und ziemlich professioneller Ausstattung. Auch das fing zunächst bei den Bambini an, recht bald wurde er aber gefragt, ob er denn nicht auch mal bei der ersten Mannschaft … Die Bilder stellt er nicht nur dem Verein, sondern auch Bornheim.net zur Verfügung.

Auch, wenn die beiden vom Status eines Fußball-Experten immer noch sehr weit entfernt sind – Barbara und Bernd sind mit Freude dabei: „Ich finde es spannend beim FSV. Und es ist mir überhaupt nicht egal, wie es läuft“, sagt Barbara, was für jemanden wie sie, die ja eigentlich nichts, aber auch gar nichts mit Fußball am Hut hatte, schon fast so etwas wie eine Kulturrevolution ist.

2 Kommentare für “Herz schwarz-blau. Die Fans des FSV. Heute: Barbara Helfer und Bernd Löser”

  1. allesfahrer sagt:

    jo die sind richtig gut die zwei,und der Bernd macht auch noch gute Bilder

  2. Brillo Helmstein sagt:

    Er macht wirklich gute Bilder!

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