Herz schwarz-blau. Die Fans des FSV. Heute: Fozzy


Nichts, aber auch gar nichts, hatte Karin in ihren Leben mit Fußball am Hut. Dann kam Michael. Und Karin entflammte nicht nur für den stattlichen Mann, den beim FSV alle nur als „Fozzy“ kennen, sondern auch für den Bornheimer Traditionsverein. Ging gar nicht anders. „Schließlich muss man seine Interessen teilen“, sagt Karin heute, nachdem das Paar sechseinhalb glückliche Jahre hinter sich gebracht hat. Denn Fozzy und der FSV – das ist eine Liebe, die genau so innig ist, wie die zu seiner Karin. „Ich habe schwarz-blaues Blut“, sagt der 44-Jährige. „Das ist einfach weitervererbt worden.“

Wie bei vielen FSV-Anhängern hatte auch Fozzy als Kind seine ersten Erlebnisse mit dem FSV, die ihn geprägt haben fürs Leben. Seine Pflegeeltern waren Fans der Bornheimer, da war es fast zwangsläufig, dass auch der Kleine für die Schwarz-Blauen entflammte. Eine Liebe, die bis heute nicht abgekühlt ist. Der Arbeiterverein FSV passe zu ihm, sagt Fozzy, der von großen Klubs ohnehin nichts hält, das Familiäre bei den Bornheimern schätzt, die Nähe zu den Spielern. Ein bisschen Angst hat er schon, dass sich der Verein, sollte er tatsächlich den Zweitliga-Aufstieg schaffen, von seinen Wurzeln entfernt. „Ich befürchte, in der zweiten Liga wird es nicht mehr so familiär werden. Die Distanz, auch zu den Spielern, wird größer werden.“ Was Fozzy sehr schade fände. Schließlich legt er großen Wert darauf, seinem Verein nahe zu sein. Ist schon ein paar Mal mit ins Trainingslager gereist, hat dort Urlaub gemacht, sich aber nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem die Einheiten der Mannschaft angeschaut. Sowieso nimmt Fozzy einiges auf sich, um seinen FSV zu unterstützen. Als er vor ein paar Monaten ernsthaft erkrankt war und stationär in der Klinik aufgenommen wurde, ging er zwei Mal vom Krankenbett ins FSV-Stadion. Auf eigene Verantwortung. Mit Kanüle im Arm. Wohlgemerkt nur zu Vorbereitungsspielen. „Ich bin schon ein bisschen verrückt“ gibt er dann auch zu. „Ich versuche alles mitzunehmen, was geht.“ Klar sind Auswärtsfahrten da auch obligatorisch, jetzt auch mit seiner Karin. Der er an Weihnachten übrigens ein ganz besonderes Geschenk machte: Die Mitgliedschaft beim FSV. Womit er sich dafür revanchierte, dass sie ihn ein Jahr zuvor als Mitglied eintragen ließ. Darüber hat sich Karin wirklich gefreut. Denn die fühlt sich schon längst als echter FSVler. „Ich bin von allen Fans so nett aufgenommen worden“, sagt sie. Und außerdem hat Fozzy ja auch seinen Teil der Vereinbarung erfüllt – von wegen Interessen teilen und so. Zum Tanzen geht er schon mal mit. Wenn, auch nicht so häufig, wie zum FSV.

4 Kommentare für “Herz schwarz-blau. Die Fans des FSV. Heute: Fozzy”

  1. Trainer sagt:

    Schee sehn se aus die zwei

  2. sb79 sagt:

    Tanzbär Fozzy? Kann ich nur schwer glauben….*kicher*

    Scherz beiseite – es ist einfach nur großartig, dass wir so tolle Fans wie Fozzy und Karin haben!

  3. Bianca Weber sagt:

    stimmt so war er schon immer; auch, wenn wir uns jahre nicht gesehen haben, denk ich immer noch gerne an die schöne Zeit mit Dir und dem FSV zurück.

    Umso mehr freut es mich, dass es Dir supergut geht. 🙂

  4. FOZZY sagt:

    Danke Bianca !
    Hoffe dir geht es auch gut Haben uns ja aus den
    Augen verloren.
    Haben jetzt auch wieder Fan-Club Tunier in Hanau
    Würde mich freuen dich mal wieder beim FSV zu sehen

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