Herz schwarz-blau. Heute: Fred und sein FSV-Kiosk

[inspic=396,,,0]Eigentlich neigt Fred Grana ja nicht zur Extravaganz. Bodenständig ist der Umzugsunternehmer und Kioskpächter, geradlinig und schnörkellos. In normalen Zeiten zumindest. Aber die Zeiten waren eben nicht normal in den vergangenen Monaten. Nicht für FSV-Fans, die den rasanten Aufstieg ihres Vereins mit erleben durften. Und Fred ist ein glühender Anhänger der Bornheimer. Mit Leib und Seele hängt er an seinem Verein. Und das sieht nun auch jeder, der an Freds Kiosk in Fechenheim vorbeigeht.

Dort, in der Leo-Gans-Straße, steht nämlich nicht mehr nur eine gewöhnliche Trinkhalle, wie sie hundertfach in Frankfurt zu sehen ist. Dort leuchtet in schwarz-blau das „FSV-Kiosk“. Denn Fred hat nach dem Aufstieg der Bornheimer von der Regionalliga in die zweite Liga seiner Freude darüber mit Farbe und Pinsel Ausdruck verliehen. Und seinem Kiosk kurzerhand einen neuen Anstrich verpasst. „Nach 18 Jahren war das sowieso mal fällig“, sagt Fred und grinst. „Und was ist da besser, als schwarz-blau?“

Da kann man dem 58-Jährigen, der schon seit 1963 zu seinem FSV pilgert, wirklich nur schwer widersprechen. Es war auf einer Auswärtsfahrt in der vergangenen Regionalliga-Saison, als Fred die Idee mit dem Anstrich kam. „Ich habe gesagt, wenn wir aufsteigen, mache ich das Kiosk schwarz-blau.“ Und weil Fred ein Mann ist, der nicht viel rumquatscht, sondern lieber macht, begann er sein Vorhaben vor einigen Wochen auch umzusetzen. Mit Hilfe eines Kumpels, den alle nur Pet Patt nennen. Denn Pet Patt ist ein begnadeter Künstler, hat nicht nur die schwarz-blauen Balken astrein hingekriegt, er hat auch das FSV-Wappen originalgetreu abgemalt. Und dazu noch ein paar imaginäre Fußballer illustriert. Respekt. 150 Arbeitsstunden hat er in sein Kunstwerk gesteckt. Wer sich Freds Kiosk mal anschauen will, sollte sich wirklich Zeit nehmen für die Details. Es lohnt sich.

 
Fred ist jedenfalls stolz. Weil sein FSV wieder einer ist. Weil jetzt so viele Menschen stehen bleiben und ihn auf sein Kiosk ansprechen. Und weil er nur Lob bekommt, für das, was er da gemacht hat. Da ist etwa Axel, der sagt: „Das ist der schönste Kiosk in Fechenheim.“ Udo erzählt, dass er zwar „am ersten Tag total erschrocken war. Aber ich wusste ja, dass er verrückt ist. Nur nicht, dass er so verrückt ist….“. Und Paul schwärmt, „dass das Ganze mit so viel Liebe gemacht ist. Einfach klasse.“

Schon vor der Verschönerung hat Fred schon viele Fechenheimer überredet, doch mal mit zum FSV zu kommen. Und viele sind dann auch geblieben. Vielleicht kommen ja jetzt noch mehr mit. Denn, wenn man so etwas gemacht hat, wie Fred, dann muss ja schon irgend etwas Besonders an diesem Verein dran sein, oder? Für Fred jedenfalls gibt es nichts anderes, als seinen „Verein zum Anfassen.“ Deshalb soll sein FSV-Kiosk auch noch eine neue Jalousie bekommen. Farbe? „Natürlich schwarz-blau.“

Da bleibt nur die Frage, was passiert, wenn die Liebe zum FSV mal ein wenig abkühlen sollte. Wird dann alles wieder umgestrichen? Undenkbar für Fred. „Die Liebe zum FSV wird nie abkühlen“, sagt er. „Die geht bis ins Grab.“

13 Kommentare für “Herz schwarz-blau. Heute: Fred und sein FSV-Kiosk”

  1. Jonathan Ri sagt:

    Was soll man da sagen…einfach nur KLASSE!

  2. Carsten sagt:

    Super geworden,hingehen, Anschauen und Biertrinken

  3. allesfahrer sagt:

    schon gemacht 😉

  4. H.Eichhorn sagt:

    Also ich find des echt stack vom Fred! ! !
    Erinnert mich an verückte BVB fans die ganze Bürgersteige in den Vereinsfarben angestrichen haben.Ich stell mir gerade vor -die Bernemer Zeil von oben bis unten schwarz blau.Es müsst noch viel mehr so „Verrückte“ geben ! Kann mer des Wasserhäusje net midde nach Bernem verleche? ? ?

  5. Rotbart sagt:

    Der Bürgersteig vorm Binding Eck ist auch Schwarz-Blau… 🙂

    Aber geile Sache das Kiosk!!!

  6. Batman sagt:

    Einfach kultig!!! RESPEKT

  7. Brillo Helmstein sagt:

    Respekt: Da bezieht einer Stellung!

    In einer mehrheitlich rot-schwarzen Welt schwarzblau zu flaggen, das kann auch Kunden kosten. Er hat wohl wirklich schwarz-blaues Blut…………………….

    Meine Meinung: Echt gelungen!

  8. Oncelwolle sagt:

    hallo FSV-Fans

    ich bin der Zwillingsbruder von Patt (der irrtümlich in eurem Bericht als Pet benannt wird).
    Der bekannte Fechenheimer Künstler Patt Vanhöfen der in Fechenheim lebt und dort auch ein kleines Atelier betreibt, die s.g. „Schimmelvilla“ in der Mittelseestraße 8.
    Euer Wasserhäuschen ist Klasse geworden – Glückwunsch.

  9. Annette sagt:

    @Oncelwoll
    Danke für den Hinweis. Wie der Patt richtig geschrieben wird, konnte mir an jenem Morgen keiner am Wasserhäuschen sagen.

  10. Manfred Seitz sagt:

    Auch bei mir hängt seit dem 31.05.08 eine Grosse, und mehrere kleine FSV Fahnen
    Comeniusstr 63 gegenüber FES.

  11. SB'79 sagt:

    Stimmt, sieht schick aus Manni – ich muss mir jedes Mal, wenn ich bei dir vorbei fahre, das Hupen verkneifen! 😉

  12. lump sagt:

    Da lohnt es sich ja mal aus Bornheim rauszugehen und ne Pilgertur nach Fechenheim zu machen.

  13. BvBForever sagt:

    Ja man voll korrekt das mit dem wasserhäuschen ich bin zwar dortmunder aber liebe den fsv genauso weil ich ja ein gebürtiger Frankfurter bin und ausem gallus kim und jetzt in nrw lebe und das beste ist ja das der Fred unser geiles bier verkäuft Dortmunder Union das ist sau stark.Aber wen ich ma wieder nach frankfurt kim dan geh ich aber hi um e schoppe zu trinke.

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