Huber fällt noch zwei Spiele aus

Am Freitag gastiert der FSV zum ersten Mal in seiner bald 113-jährigen Geschichte im Rahmen eines Pflichtspiels bei Eintracht Braunschweig. Nicht dabei: Alex Huber. Wegen eines Faserrisses fällt der Außenverteidiger für zwei weitere Spiele aus.

Für FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann ist es eine Reise in die Vergangenheit. Von 1995 bis 97 und 2007/08 war er Cheftrainer von Eintracht Braunschweig.

Benno Möhlmann zum Spiel: „Das wird ein verdammt schwieriges Spiel gegen die Eintracht aus Braunschweig. Aber auch ein Spiel, auf das wir uns alle freuen sollten, weil das einfach Spaß machen kann, wenn man an einem Freitagabend in dem Stadion an der Hamburger Straße vor einer großen Kulisse und bei der fantastischen Stimmung dort Fußball spielt. Aber das wird uns nur Spaß machen, wenn wir auch etwas mitnehmen. Das können wir durchaus umsetzen, wenn wir an die teilweise sehr guten und beeindruckenden Leistungen aus dem letzten Heimspiel gegen 1860 München anknüpfen, wenn wir mutig und selbstbewusst auftreten.“

Möhlmann weiter zu eigenen Möglichkeiten in Braunschweig: „Uns sollte schon klar sein, dass wir bedeutend weniger individuelle Fehler machen, dass wir bedeutend weniger Gegentore bekommen sollten, als wir es in den letzten beiden Auswärtsspielen getan haben. Da ist letztlich jeder Spieler individuell gefordert, das umzusetzen, konzentriert seine Aufgabe zu sehen, konzentriert das Spiel über 90 Minuten durchzustehen und zugleich dem Mitspieler zu helfen, das Gleiche zu tun. Wenn wir das in der Gemeinsamkeit schaffen, haben wir auch Braunschweig Chancen, nicht nur zu bestehen, sondern auch Punkte mitzubringen.“

Möhlmann zur Gesamtsituation: „Wir haben es in jedem Spiel geschafft, gute Phasen zu haben. Das zeigt, dass die Spieler vieles aufnehmen und umsetzen von dem, was wir während der Trainingswochen besprechen und uns erarbeiten wollen. Aber wir haben es eben auch noch nicht geschafft, über 90 Minuten ein komplett gutes Spiel abzuliefern, die Stabilität aufrecht zu erhalten, von der ersten bis zur letzten Minute gleich gut zu spielen. Das bleibt die Zielsetzung für den Rest der Saison.“

Möhlmann zur personellen Situation: „Von der personellen Seite sieht es leider nach wie vor nicht gut aus. Neben den bekannten Langzeitverletzten wird auch Alexander Huber in den nächsten beiden Spielen fehlen, nachdem sich seine Verletzung als Faserriss herausgestellt hat. Wir haben darüber hinaus noch leichte Probleme, Krankheiten oder Verletzungen bei Tobias Henneböle (Fußverletzung) und Pierre Kleinheider (Gehirnerschütterung), bei Zafer Yelen, der auch Probleme mit seinem Fuß hat, bei Karim Benyamina, der krank ist und bei Dennis Cagara, der familiäre Probleme hat. So stehen noch einige Fragezeichen bis Freitag an. Wir müssen sehen, wer mitfahren kann und am Freitagabend auflaufen wird. Gestern hatte ich noch 16 Feldspieler auf dem Platz und größer ist der Kader an Feldspielern sowieso nicht. Insofern werden wir genügend gute Spieler zur Verfügung haben, um unsere Dinge in Braunschweig umzusetzen.“

12 Kommentare für “Huber fällt noch zwei Spiele aus”

  1. Christian sagt:

    Hm, zum Glück haben wir im Offensivbereich genug Alternativen, aber beim Abwehrpersonal wird´s langsam eng. Als AV könnte Manuel Konrad einspringen, oder auch mal Sven Müller, wenn der inzwischen wieder auf dem Damm ist.

  2. Michael sagt:

    Mit einer Leistung wie gegen 1860 können in Braunschweig durchaus 1 oder auch 3 Punkte möglich sein !
    Ob uns dabei ein S.Müller helfen kann möchte ich bezweifeln.
    Der hat in dieser Saison nichts auf die Beine gebracht.
    Aber auf der anderen Seite haben ja fast alle Spieler einen Sprung gemacht,seit B.Möhlmann da ist, warum nicht auch S.Müller.
    Egal wer spielt,ich habe auf Grund der guten Leistungen „Aue lass ich weg“
    Vertrauen zu unserer Mannschaft !
    War mal einer von euch beim Training seit Möhlmann und Kmetsch da sind ?
    Solltet ihr mal hingehen !
    Es ist Kasse wie da „gearbeitet wird !

  3. Fussballfreund sagt:

    Finde die Aussagen von Möhlmann eine sehr gute Mischung aus Ehrlichkeit, Sachlichkeit und Unaufgeregtheit. Wenn er gegenüber den Spielern eine ähnlich gute Tonspur erwischt, sollten die sich positiv angesprochen fühlen. Das könnte nach dem Vokalakrobat Ungelenk, formerly known as Bocknichtumstoßer HJB, ein Schlüssel zum Klassenerhalt sein.

  4. OldJohn sagt:

    @2 Michael

    „War mal einer von euch beim Training seit Möhlmann und Kmetsch da sind ? Solltet ihr mal hingehen ! Es ist Kasse wie da “gearbeitet wird !“

    Nein, ich war noch nicht am Hang beim Training. Was macht denn Deiner Meinung nach den Unterschied zwischen Möhlmann/Kmetsch und Boysen/Kleppinger aus?

  5. Michael sagt:

    @OldJohn
    Es wird sehr Intensiv trainiert !
    Möhlmann und Kmetsch sind sehr präsent auf dem Platz.
    Es ist so wie Fußballfreund oben geschrieben hat,
    Die Trainer Reden in einem sehr deutlichen Ton mit den Spielern
    Die einzelnen Übungen werden sehr genau und ausführlich erklärt,und die Trainer achten sehr auf die genaue umsetzung.
    Wenn Möhlmann was nicht gefällt heist es „Stop“ alles auf Null .
    Dann kommt die Ansprache „warum haben Sie “ nicht so gespielt wie ich gesagt habe,haben sie nicht gesehen das der Mitspieler……..
    Dann kommt die Wiederholung,zwei drei mal, mit zunehmenden Tempo.
    Kurzpass Doppelpass,Laufwege werden trainiert,wie gesagt sehr Intensiv.
    Das alles geht ruhig, und sehr konzentriert ab
    Ich habe die Mannschaft sehr lange nicht mehr so gut und aufmerksam arbeiten sehen.
    Die Spieler haben Respekt vor dem Trainern,und es ist deutilch zu sehen das die Spieler sich steigern wollen in ihrer Leistung.
    Die Spieler haben spass am training und sind 100 % bei der Sache.
    Ein solches Training hat es bei T.Oral nicht gegeben und auch nicht bei H.J.Boysen.
    Wie gesagt: Hingehen und sich freuen,z.B.an den Technischen fähigkeiten von I.Micanski.oder M.Görlitz

  6. OldJohn sagt:

    @5 Michael

    Das hört sich wirklich sehr gut an. Freut mich, daß man mit B. Möhlmann einen so erfahrenen und souveränen Trainer in dieser schwierigen Saison verpflichten konnte. Werde auf jeden Fall demnächst zum Training gehen – erstmal vielen Dank für Deine ausführlichen Informationen und Einschätzungen.
    Wäre schön, wenn der Mannschaft am Freitag der nächste kleine Schritt in Richtung Klassenerhalt gelänge.

  7. micha sagt:

    #4 Herr Möhlmann trainiert nicht, er lebt das Training.

  8. Tillet sagt:

    @ 7

    Beim BTSV haben dagegen Einige ein richtiges Problem mit Möhlmann.

    http://forum.eintracht.com/index.php?topic=10803.msg557478#msg557478

    Sein zweites Engagement da scheint nicht sonderlich glücklich verlaufen zu sein. Sein Nachfolger, der olle Meenzer Lieberknecht, war für die dagegen ein echter Glücksfall und trainiert sie bis heute. Trotz seinem norddeutschen Understatement dürfte das Spiel für unseren Trainer ein ziemlich besonderes sein. Was man bei seiner Aussage über die Braunschweiger Atmosphäre in der heutigen PK ein wenig spüren konnte.

  9. Christian sagt:

    Der obligatorische FR-Artikel zur PK, angereichtert mit ein paar Eckdaten zu den eingereichten Lizenzanträgen. Der Lizenzspieleretat wäre demnach in der 2. Liga 5,0 Mio, in der 3. Liga 2,1 Mio.:
    http://www.fr-online.de/fsv-frankfurt/der-fsv-vor-dem-spiel-in-braunschweig-reise-in-die-vergangenheit,1473448,11900510,view,asFirstTeaser.html

    Wundert mich schon ein bißchen, daß da eine 5 vorne steht, das wäre ja gegenüber vorletzter Saison schon eine deutliche Steigerung. Denke mal, daß durch die neue HT dann doch nicht unerheblich mehr Geld rein kommt.

  10. Christian sagt:

    Super, Patric Klandt unterschreibt für 3 Jahre, ligaunabhängig! http://tinyurl.com/7ff7kku

  11. Block A sagt:

    Suuuper!! Mir fällt ein Stein vom Herzen!
    (Und das „ligaunabhängig“ brauchen wir ja gar nicht!)

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