Husterer klagt

Markus Husterer, ihr habt es ja schon mitbekommen, zerrt den FSV vor Gericht. Es geht um eine Nicht-Abstiegsprämie.
Die Verhandlung, die für diesen Montag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt angesetzt war, ist auf Mitte Dezember verschoben. Husterer sagte der FR, er poche auf „eine vertragliche Zusage“. Es soll um 8000 Euro gehen.
Für ihn ist die Situation als Angestellter natürlich recht knifflig. „Das ist für mich schon komisch“, räumt er ein. „Ich wollte auch auf alle Fälle vermeiden, dass es so weit kommt.“ Er habe alles versucht, alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit es zu einer außergerichtlichen Einigung kommt. „Aber leider erfolglos. Was soll ich da machen? Ich bin der Meinung, dass mir das zusteht. Und dann ist dieser Schritt legitim“, befindet der Spieler. Dem Vernehmen nach sollen sich einige Spieler bei den FSV-Verantwortlichen beschwert haben, scheuten aber den juristischen Weg.
Jens-Uwe Münker, Leiter Organisation und Recht beim FSV Frankfurt, bestätigt, dass Husterer – und auch Lars Weißenfeldt – gegen den Verein vor Gericht ziehen. Es habe, so Münker, im Fall Husterer auch von Vereinsseite mehrere Versuche gegeben, eine gütliche Einigung zu erzielen. Erfolglos. Der FSV Frankfurt sieht die Nicht-Abstiegsprämie als „nicht vertraglich zugesichert an, wir haben eine andere Interpretation des Vertragswerks“, sagt Münker.
Für mich stellt sich eine Frage: Wird es Konsequenzen für Husterer geben?
Bernd Reisig war das ganze Wochenende nicht zu erreichen.

62 Kommentare für “Husterer klagt”

  1. sven sagt:

    Das Wochenende wird ja immer besser! Nun ja, dann muss also das Gericht entscheiden, scheinbar gibt es wirklich völlig unterschiedliche Interpretationen, wenn erfolglose Gespräche zum Thema stattgefunden haben.
    Für die Außendarstellung und – noch wichtiger – für die Stimmung im team ist das eine einzige Katastrophe, man kann es leider nicht anders sagen.
    Sanktionen gegen den Spieler halte ich für keine gute Idee. Er hat offensichtlich nicht gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen. Ob das noch etwas wird mit beiden Seiten, steht auf einem anderen Blatt.

  2. black&blue sagt:

    Wollen die freiwillig zurück in die 3.Liga, wenn das die anderen „Profis“ lesen, kann sich jeder vorstellen, wie motiviert sie den Abstiegskampf aufnehmen werden. Oh mannomann!

    Das war wirklich das schwärzest-blaue Wochenende seit langem!

  3. Bernemer Karl sagt:

    Der FSV Frankfurt sieht die Nicht-Abstiegsprämie als „nicht vertraglich zugesichert an, wir haben eine andere Interpretation des Vertragswerks“, sagt Münker.

    Super Statement , eröffnet Spekulationen jeder Art Tür und Tor , einfach dilettantisch.

  4. black&blue sagt:

    Keine Ahnung wie das vertragsrechtlich oder sonstwie juristisch aussieht, aber kurz vor den möglicherweise entscheidenden drei Spielen ist das für mich wie das Platzen einer Bombe und erklärt vielleicht auch schon den miserablen Auftritt unser Kicker am Freitag.

    Was glaubt ihr wie „hochsensibel“ diese Profifussballer auf solche Sachen reagieren?

  5. sven sagt:

    So ist es, Karl. Klingt v.a. nach dilletantischem Vertragswerk. Vielleicht steht der Verein auf dem Standpunkt, dass er im Mai abgestiegen ist…
    Wir werden sehen – oder auch nicht. Vielleicht wird Stillschweigen vereinbart, kann ich mir allerdings nicht mehr vorstellen, nachdem alles herausposaunt worden ist.
    Das Arbeitsgericht Frankfurt gilt ja als arbeitnehmerfreundlich. Ob das auch für Fußballprofis gilt?

  6. Hans 1938 sagt:

    Zunächst muss man Otto Schumann Recht geben, der schreibt, dass es nicht nur an den Neuzugängen liegt, dass einiges schiefläuft, sodern das auch Leistungsträger der vergangenen Saison, nicht mehr ihre Leistung bringen! Bei den nun fast stündlichen Negativmeldungen, braucht man sich nicht mehr wundern, das dieses so ist.Inzwischen glaube ich, man hat so viele Spieler nicht weiterverpflichtet, weil man befürchtete, dass sie sonst öfters an der Geschäftsstelle wegen ihrer „Abstiegsprämie“ vorsprechen! Vielleicht wollte man aber auch das Geld einsparen, weil man dachre, sonst könnte man sogenannte „Hochkaräter“(Beispiel: Coulibaly, nicht verpflichten bzw. bezahlen!Wie dem auch sei, man hat die Niederlage bzw. die mangelhafte Leistung gegen „Rostock“ noch nicht verdaut, dann kommen solche „Horrormeldungen.“ Unter diesen Umständen, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in den letzten 3 Spielen vor der der Winterpause mehr wie 3 Punkte einfahren. Ich weiss, Pessimismus, wird von vielen verpönnt, aber das ist halt meine Meinung.Über die Nichtverpflichtung der „Band“, kann ich leider nicht`s sagen, da ich weiter wegwohne. Aber auch hier eurerseits nur negative Meinungen im „Blog“. Es kommt alles zusammen. Langsam muss man als Fan auch mal an seine eigene Gesundheit denken und versuchen etwas Abstand zu gewinnen.Leider, wenn es auch sehr schwerfällt!

  7. Reiner sagt:

    Was wohl HJB zu allem denkt?

  8. grubi sagt:

    zu den Bornheim Bombs möchte ich auch noch anmerken, dass das eine Band ist, die bekannt wie ein bunter Hund in der
    alternativen Frankfurter Kulturszene ist, die sehr, sehr viel Menschen hier kennen und die selber auch sehr viele Kontakte unterhält. da
    ich selber oft in diesen Läden rumhänge, kann ich sagen, dass dort überall mit großem Interesse aufgenommen wurde, dass die Bombs
    jetzt die FSV-Hymne singen und alleine dadurch wurde bei vielen ein gewisses Interesse geweckt. mag jetzt ziemlich nichtig klingen, aber einen
    Gefallen habt ihr euch nicht unbedingt getan, auch wenns den meisten hier das thema doch wahrscheinlich shitegal sein dürfte

  9. Gaga sagt:

    Ist unser Verein dann bescheuert?????
    Ein Arbeitsvertrag der nicht eindeutig ausgelegt ist,lässt doch alle Möglichkeiten der Auslegung zu.
    Wir haben doch eine hochkarätige Abteilung mit Jens-Uwe Münker,als Leiter Organisation und Recht,die für die Vertragsgestaltung doch zuständig ist.
    Wenn das Ergebnis der Vertragsgestaltung vor Gericht erst geklärt werden muß,sollte man die Damen und Herren der Abteilung erst einmal zur Schulung schicken.

    Für mich ist das unfassbar wenn ich lese das Spieler vor Gericht erst klagen müssen, das der Verein seine Verträge auch einhält.

    Frage:wie hättet ihr euch verhalten wenn euer Arbeitgeber sich so verhalten hätte?????

    Bin sehr gespannt auf die Jahreshauptversammlung

  10. FFM_1899 sagt:

    Ich freu mich auch auf morgen! Mal schauen was die Verantwortlichen dazu sagen!

    Es verarscht man Weißenfeld und dann zahlt man ihm noch nicht mal die Prämie. Armer FSV! Auch bei Husterer das gleiche. So ist wenigstens sein Leistungsabfall der letzen Woche erklärbar.

    Schade…das es so weit kommen muss!!!

  11. Chris_Ffm sagt:

    reisig macht wohl wieder urlaub auf mallorca…

    langsam ist es nur noch peinlich was die verantwortlichen (vor allem unser mallorca-bernd) beim fsv so alles treiben. das erinnert mich schon so ein bisschen an die tus koblenz, stichwort: täuschung im lizenzierungsverfahren.

    mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn in der nächsten zeit noch mehr ungereimtheiten auftauchen.

  12. Tillet sagt:

    Ingo, ich finde die Formulierung, Husterer „zerre“ den FSV vor Gericht, etwas unglücklich. Der Rechtsweg ist jedem durch das Grundgesetz garantiert, der sich in seinen Rechten verletzt fühlt. Ob berechtigt oder nicht. Und Konsequenzen für Husterer darf es nicht geben. Nach § 612 a der Bürgerlichen Gesetzgebers darf ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer nicht deshalb maßregeln, weil er in zulässiger Weise seine Rechte ausübt.

    Mit der rechtlichen Bewertung dieses Vorgangs sollten wir uns zurückhalten, so lange wir nicht die Texte der Arbeitsverträge kennen. Ob die wirklich dilletantisch formuliert sind, wird sich erst noch herausstellen müssen. Vielleicht ist auch die Auslegung der Spieler einfach falsch – wer weiss. Dass über die Auslegung von Vertragsklauseln gestritten wird, passiert nicht nur dem FSV, sondern auch ganz anderen Arbeitgebern. Man denke nur an die jüngsten Millionenprozesse um die Boni der Investmentbanker der Commerzbank.

    Auffällig ist allerdings, dass der Verein unter der Ägide von Herrn Münker in der Vertragsgestaltung eine recht offensive Linie gegenüber den Spielern zu fahren scheint. Beispiele dafür sind die arbeitsrechtlich überaus problematischen Ramadanklauseln, aber auch die vielen einseitigen Vertragsverlängerungsoptionen zugunsten des Vereins, die einer arbeitsgerichtlichen Überprüfung ebenfalls kaum standhalten dürften. Die Tendenz scheint dahin zu gehen, das rechtlich Mögliche auszureizen und zur Not auch zu überreizen. Dass es da früher oder später Ärger mit den Spielern gibt, ist wenig überraschend.

    Sportlich halte ich es ebenfalls für fatal, einen wichtigen Stammspieler während der laufenden Saison zu einem Arbeitsgerichtsprozess zu drängen. Man kann nur hoffen, dass Husti das wegsteckt. Am Freitag wirkte er nicht so sicher wie gewohnt. Darüber, ob das einen Zusammenhang mit dem Prozess hat, kann man nur spekulieren. Aber wenn beide Seiten vergleichsbereit waren, hätte man eigentlich zusammenkommen müssen.

  13. Tillet sagt:

    Der „Mister 10 %“ vom HR muss übrigens tatsächlich in den Knast:

    http://www.faz.net/s/Rub6CA0075ACD054684B48CD743621C3DEB/Doc~ECF4C7CD0F2F14E588CBD8F12A51DCE40~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Das ist für den öffentlichrechtlichen Rundfunk eine singuläre Leistung.

  14. black&blue sagt:

    Ist ja auch der Sender unseres hochverehrten Ministerpräsidenten. Bißchen Druck auf die Justizbehörde, dann ist der bald wieder frei.

  15. Fritz sagt:

    Liebe Leute das ganze Theater erinnert an den SV Wehen in der letzten Saison.
    Mich überascht die „hohe“ Summe von 8000,00 EURO. Ich kann nicht verstehen das
    man keine Einigung erzielen konnte.
    Tillet deine rechlichen Erläuterung sind ja richtig. Aber in der Regel kann man davon
    ausgehen ,wenn ein AN seinen AG verklagt das danach das Abeitsverhältnis
    gestört ist. (freundlich ausgedrückt)
    Ich habe mittlerweile das Gefühl das die Verantwortlichen auch kein 2. Ligaformat haben.

  16. Chris_Ffm sagt:

    wer muss eigentlich die gerichtskosten tragen wenn husterer und weißenfeldt „gewinnen“? (was ich mittlerweile fast schon hoffe, damit unsere verantwortlichen sich gedanken darüber machen, was für einen peinlichen zirkus sie immer wieder veranstalten)

  17. achdudickesch..... sagt:

    Super … der letzte macht das Licht aus … oh je ist das peinlich….. und beim letzten Heimspiel sitzen Stöver und Gerster (Berater von Husti) noch zusammen und schwätzen wie gut die Zusammenarbeit zwischen FSV und Gerster funktioniert. Und jetzt das. Ist ja wohl klar das der auslaufende Vertrag mit Husti net verlängert werd. Mir wär lieber de Vertrag mit dem schmale würd net verlängert werde. Ich seh es schon kummen …. Abstieg … 3. Liga … Abstieg ….. Regionalliga …. und die GmbH ist pleite ……
    Wir brauchen schnellstens nen guten Manager, der Ahnung von Fußball hat, also keinen Medienmanager.

  18. achdudickesch..... sagt:

    R.I.P. FSV

  19. Robert sagt:

    @chris: das entscheidet das gericht. hierfür gibt’s bestimmte spielräume, die in der ZPO festgelegt sind. in der regel ist es aber so, dass der verurteilte eine höhere last zu tragen hat (zum beispiel 70%:30% aber auch 100%:0% sind denkbar).

    @fritz: das kommt mir immer wieder auf, bei so manchen sachen denke ich mir immer wieder „au man, die sind nie aus der amateur-liga aufgestiegen.“

  20. […] hinaus finde ich es von „Tillet“ im FR-Blog auch richtig angemerkt, dass der FSV viele Veträge mit einer einseitigen Option auf Verlängerung abgeschlossen hat. Wie […]

  21. Heinz sagt:

    Hallo,
    in der FNP vom 30.11.2009 ist ein Spielbericht und einer über das Arbeitsgerichtsverfahren von Husterer.
    Gruss
    Heinz

  22. Heinz sagt:

    Zu der ganzen anderen Scheisse ist mir nichts gegeben etwas zu sagen, da ich langsam keinen Bock mehr habe immer und immer wieder nur negatives hier zu kommentieren.
    Gruss
    Heinz

  23. black&blue sagt:

    Es ist auch im Hinblick auf zukünftige Spielerverpflichtungen sehr unklug was der FSV da macht. Die Profifussball „Familie“ ist nicht so groß, als das sich solche einseitigen Vertragsauslegungen, gebrochene Absprachen oder sonstige juristische Spitzfindigkeiten nicht sehr schnell unter den paar hundert Spielern rumsprechen würden. Da werden sich zukünftig schon einige potentielle Neuverpflichtungen es sich lieber zweimal überlegen, ob sie zu einem Verein kommen sollen, der bekannt dafür ist, Spieler auszutricksen und dafür unter Umständen bis vor das Arbeitsgericht rennen müssen.

    Grade bei Husti finde ich es grotesk, sich wegen 8000 Euro so kleinkariert anzustellen, der Junge ist mit uns aufgestiegen, hat dann die Klasse gehalten und ist mit Sicherheit einer unser wenigen Profis, die beständig gute Leistungen zeigen. Wenn ich darüberhinaus dran denke, dass alle noch verbliebenen Spieler der letzen Saison wie z.B. Klandt, Mehic, Cenci, Klitze usw. alle noch auf die scheinbar zugesicherten Nichtabstiegsprämien warten und vermutlich unter Druck von ihren Ansprüchen zurücktreten mußten, dann kann ich mir durchaus vorstellen, was in der Mannschaft für ein „Binnenklima“ herrscht, zumal davon auch die Neuerwerbungen sehr schnell Wind davon bekommen haben dürften.

    Wie kann man nur so doof sein, lieber FSV?

  24. Bernemer Karl sagt:

    Nicht nur Otto und ich sahen es so, sondern auch B.R.

    Steht heute einvernehmlich in FR , FAZ und FNP.

    FAZIT : Wir haben nur die Qualität wenn jeder Einzelne an seine Leistungsgrenze geht
    und 100 % bringt. Sonst reicht es nicht. Das, meint Reisig ,scheinen einige Spieler nicht
    zu kapieren. Er B.R. glaubt aus Gesprächen mit Spielern zu verstehen dass etliche
    sich total überschätzen und Anspruch und Wirklichkeit riesig weit auseinanderklaffen.
    Wird wohl stimmen. Er ist ja auch, mit Sicherheit, näher an der Truppe als jeder von uns.

    Also lag ich gar nicht so falsch mit Trallala und Hoppsassa .
    Denn wenn die Einstellung nicht stimmt ist es kaum möglich während des Spiels
    den Hebel umzulegen.

    HJB hat diese Woche viel zu tun, hoffen wir auf Augsburg.

  25. Tillet sagt:

    Wenigstens dieses Spiel hat Spaß gemacht:

    http://www.fnp.de/fnp/sport/regional/rmn01.c.6912748.de.htm

  26. Fritz Freyeisen sagt:

    Das Thema „Nichtabstiegsprämie“ ärgert mich schon immer! Sind denn Spieler, insbesondere Vertragsspieler, nicht für GUTE Arbeit eingestellt? Also für den Klassenerhalt!
    Daher habe ich schon beim letzten Spiel der Saison 2008/09 gegen die in Hamburg ausgelobte Prämie gewettert. An diesem Spieltag hätte höchstens die Mannschaft des MSV Duisburg diese Prämie verdient.
    Aber wenn solcher Prämien „angeboten“ werden, muss man halt auch zahlen.

  27. SC 2002 sagt:

    Hier die Stellungnahme der Crew zu den Vorfällen in Wehen. Diese Stellungnahme ist schon vom 19.11.2009, wurde aber bisher nur an offizielle Stellen des FSV weitergeleitet.

    Wir werden in den kommenden Tagen eine weitere Stellungnahme aufgrund der zu erwartenden und angekündigten Reaktionen seitens des SV Wehen-Wiesbaden und der Sicherheitskräfte veröffentlichen.

    Stellungnahme der Senseless Crew 2002 zu den Vorfällen während der
    Begegnung SV Wehen-Wiesbaden vs. FSV Frankfurt am 13.11.2009

    Unsere Gruppe hatte bereits eine Woche vor dem besagten Testspiel in diversen
    Social-Communities und Foren angekündigt, dass sie das spielfreie Wochenende
    dazu nutzen würde, den FSV beim Testspiel in Wehen zu unterstützen. Letztendlich
    fanden sich am Freitagnachmittag insgesamt gut 25 FSV-Fans am Frankfurter
    Hauptbahnhof ein, die mehrheitlich der Senseless Crew bzw. dem engeren Umfeld
    unserer Gruppe zuzuordnen sind.

    Aufgrund einer Bahnverspätung konnte die geplante Busverbindung vom
    Wiesbadener Hauptbahnhof in Richtung Wehen nicht wahrgenommen werden. An
    ein pünktliches Erscheinen im Stadion war somit nicht mehr zu denken. Wir
    entschieden uns trotzdem dafür, den nächsten Bus in Richtung Wehen in Anspruch
    zu nehmen. Das Stadion erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch gegen 18.30
    Uhr.

    Nach unserer Ankunft steuerten wir zunächst den Gästebereich an, wurden
    allerdings rasch von einem Ordner darüber in Kenntnis gesetzt, dass selbiger an
    diesem Tag nicht geöffnet sei.1 Uns blieb somit nichts anderes übrig, als den
    Stadionbereich durch den eigentlichen Heimeingang zu betreten, der durch keinerlei
    Sicherheitskräfte o. dgl. gesichert wurde. Die folgende Konfrontation hätte ohne
    Mühe vermieden werden können, wenn der Heimverein im Vorfeld seinen
    Verpflichtungen nachgekommen wäre. Ein geöffneter Gästeblock sollte, auch bei
    Testspielen, die Regel sein.

    Wir fassten nun den Beschluss, durch das Stadioninnere in den Gästeblock zu
    gelangen. Mit dem Betreten des Stadions machte unsere Gruppe – wie üblich –
    lautstark auf sich aufmerksam und wurde von Teilen der Heimfans sogleich mit
    Schmährufen bedacht. Weitere verbale Anfeindungen seitens der Heimfans folgten.
    Ein nicht unerheblicher Teil der Gastgeber – in diesem Zusammenhang sind vor
    allem die tatsächlichen oder vermeintlichen heimischen Ultras zu nennen – bewegte
    sich außerdem mit eindeutigen und überaus provokativen Gesten in unsere
    Richtung.2

    Um in den Gästebereich zu gelangen, mussten wir den Standort der Heimfans
    passieren. Dies geschah ohne Zwischenfälle. Probleme ergaben sich erst, als wir
    den Bereich erreichten, in dem sich jene Gruppe aufhielt, die uns seit unserer
    Ankunft verbal beleidigte.3 Eine kleine Anzahl Gruppenmitglieder aus unserer Mitte
    wollte die Heimfans diesbezüglich zur Rede stellen. Dies löste eine kurze körperliche
    Auseinandersetzung zwischen Anhängern beider Mannschaften aus, an der sich
    lediglich jeweils fünf Personen beteiligten. Bereits nach wenigen Sekunden war der
    Spuk bereits wieder beendet. Die Gästefans steuerten wie geplant, den
    Gästebereich an, und verließen diesen auch nicht mehr.

    Zu Beginn der zweiten Halbzeit rückte eine Polizeieinheit in unseren Block und
    überprüfte die Personalien von allen Mitgereisten. Die Gäste kooperierten zu jeder
    Zeit mit dem Beamten; zu weiteren Zwischenfällen kam es nicht.
    Während der zweiten Halbzeit unterstützten wir die Mannschaft, trotz eines 0:4
    Rückstandes, tatkräftig und verließen kurz vor Ende der Partie das Stadion um den
    Bus Richtung Wiesbaden noch pünktlich zu erreichen. Auch hier kam es zu keinerlei
    weiteren Komplikationen.

    Der in verschiedenen Foren erhobene Vorwurf, unsere Gruppe hätte das Stadion
    vermummt betreten, ist nicht haltbar. Keiner der Gästefans führte
    Vermummungsgegenstände mit sich.

    SENSELESS CREW 2002

    1 Diese Sicht der Dinge wird vom User „Toni“, im offiziellen Forum des SV Wehen-Wiesbaden
    bestätigt (15.11.09 / 18:06 Uhr)
    2 Vgl. „curri17“, ebd.
    3 Vgl. ebd.

  28. fugger sagt:

    @Robert Nr 19

    Bei einem Arbeitsgerichtsprozess bezahlen i m m e r die einzelnen Parteien ihre Kosten selbst, egal wer gewinnt.

  29. Enkheimer sagt:

    Fast richtig fugger

    Nur in der 1. Instanz trägt jede Partei seine gerichtlichen und außergerichtlichen Anwaltskosten selbst, ganz egal, ob er den Rechtsstreit gewonnen oder verloren hat. Mit dieser Bestimmung wollte man verhindern, dass ein wirtschaftlich schwächerer Arbeitnehmer von der Durchsetzung seiner Ansprüche aufgrund des Kostenrisikos absieht.

  30. Tillet sagt:

    @ 28

    Die Darstellung der SC kann ich – soweit ich die Dinge wahrgenommen habe – bestätigen. Nicht mitgekriegt habe ich den Hergang der Schlägerei. Die war allerdings offensichtlich tatsächlich nur kurz, und es waren offenbar auch nur ein paar Leute unmittelbar beteiligt. Sonst hätte sie das ganze Stadion mitbekommen. Ich weiss auch nicht, ob jemand vermummt war oder nicht.

    Dumm und hirnlos war die Aktion so oder so.

  31. Gogo sagt:

    Ich habe gehört, Andy Möller will sich verändern, wenn der OFC nicht aufsteigt. Damit ist die Sache mit dem „schwarzen Abt“ längst nicht aus Welt. Reisig soll endlich die läppischen 8.000 € bezahlen! Und Weißenfeld hat auch seine Prämie verdient. Basta. Was macht Weißenfeld jetzt eigentlich? Bitte Info.

  32. Bernemer Karl sagt:

    @ Gogo , Heintje und der Klostervorsteher sollen bleiben wo der Pfeffer wächst,
    da ist mir ja unser Schlanker 3 X so lieb und teuer.

    Lars Weißenfeldt
    KFC Uerdingen 05 ?

    Westdeutsche Zeitung , Nach Aussage von Präsident Lakis ist der KFC an Ex-Profi Lars Weißenfeld (FSV Frankfurt, Kickers Offenbach) dran. Die Verhandlungen mit dem Vereinslosen seien sehr weit fortgeschritten.

  33. Bernemer Karl sagt:

    Betr. Reisig und JHV heute Abend.

    Eben kam meine Frau vom Sport nach Hause. Bei der TGB wird im
    Augenblick ein Fernsehstudio aufgebaut. Mehr kann ich Euch nicht sagen.

  34. Gogo sagt:

    Bernemer Karl: Danke für die Info. Weißenfeld ist ein feiner Kerl. Ich wünsche ihm Erfolg. Und die Nicht-Abstiegsprämie wird er gebrauchen können. So tolle Verträge wird er nicht mehr bekommen. Reisig ist ein Knicker!

  35. happe sagt:

    lt. Kicker geht es im „Fall“ Weißenfeld um 20.000€!

  36. Bernemer Karl sagt:

    @ Happe , hier steht alles ,wir sind deutschlandweit in aller Munde , leider nicht
    positiv mit unserer Kickerei.

    http://www.fussball24.de/fussball/2/14/59/85264-husterer-klagt-gegen-fsv-frankfurt-wegen-praemien

  37. Gogo sagt:

    Leute, es muß über die Finanzen beim FSV gesprochen werden. Ich befürchte, daß die Lage dramatisch ist, wenn man einem verdienten Spieler wie Husterer die lächerliche Summe (aus Sicht eines soliden Fußball-Clubs) von 8.000 € nicht zahlt (nicht zahlen kann?), und dieser Spieler noch unter Vertrag ist. Wenn der Verein absteigt, ist zu befürchten, daß man schon aus finanziellen Gründen in die Oberliga Hessen durchgereicht wird. Die ganze Stadion-Diskussion ist dann natürlich überflüssig. Ich möchte mal wissen, wie Boysen über die Lage denkt…

  38. Bernemer Karl sagt:

    Gogo, jetzt mach aber mal halblang. Es muss und wird sicherlich heute Abend
    über die Finanzen gesprochen werden. Also bitte keine Vorverurteilungen.

  39. Hermann1947 sagt:

    Leute, was soll das ganze gejammere über die Unstimmigkeiten zwischen Spielern und Verein? Es ist doch unbestriiten, wenn zwei über etwas streiten, sollte ein dritter es zu klären versuchen. Lt. Husterer hat er es versucht und der Ansprechpartner war damit nicht einverstanden. Danach kann man, entweder es aufgeben oder man geht einen Schritt weiter. Das ist doch in der heutigen Geschäftswelt üblich und nur weil es ein bekannter Mensch ist, fallen die Medien darüber her. Wenn einer von uns so ein Problem lösen würde, es würde keine … sich darüber aufregen.
    Also erstmal abwarten was passiert, es wird ja meistens nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Übermorgen spricht kein Mensch darüber, da wird dann eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

  40. Chris_Ffm sagt:

    @Gogo: es geht ja nicht nur um die 8.000 € für den husterer, weißenfeldt wurden anscheinend 20.000 € (vertraglich) versprochen. die beiden sind ja nicht die einzigen die auf ihre prämien warten. wenn sie ihre prämien vom arbeitsgericht zugesprochen bekommen, werden wahrscheinlich die restlichen spieler auch anfangen zu klagen. dann kommt am ende wahrscheinlich locker eine summe über 100.000 € zusammen.

    was ich an der ganzen sache nicht verstehe: normalerweise muss man doch wenn man spielerverträge abschliesst, diese nichtabstiegsprämien fest im haushaltsplan des vereins einplanen. wieso ist also dieses geld nun offenbar nicht mehr vorhanden?

  41. Hermann1947 sagt:

    Chris, woher weißt Du, dass die Gelder nicht mehr da sind? Davon habe ich nirgends gelesen.

  42. black&blue sagt:

    Würde mich auch mal interessieren, Chris?

  43. Chris_Ffm sagt:

    ich weiß es nicht. ich vermute es einfach, da in der letzten zeit immer mehr sachen passieren die darauf schließen lassen. es wurde z.B. wenn ich mich recht erinner geäußert das in der winterpause keine neuen spieler geholt werden sollen, jetzt die sache mit den prämien und dann noch das lied von den bornheim bombs, wo ich mir ehrlich gesagt nix anderes vorstellen kann als das es am geld liegt. haben wir nicht sogar noch verbindlichkeiten, weil wir in der letzten saison im commerztempel spielen mussten? reisig hat doch schon kategorisch ausgeschlossen, das wir nochmal dort spielen werden.

  44. Gogo sagt:

    Es muß hartnäckig gefragt werden. Nicht, daß wir nach einem sportlichen Abstieg, auch noch ein finanzielles Desaster erleben. Wäre nicht das Erstemal.

  45. 1314 sagt:

    Hirnrissige Spekulationen und Dummgelaber.
    Keiner weiß was, aber es wird sich breit drüber ausgelassen.

  46. black&blue sagt:

    Leider ziemlich üblich hier im Blog.

  47. Tillet sagt:

    @ 46

    lol!!!!!

    Während hier gepflegt gebabbelt wird, macht BR weiter Geschäfte und holt einen weiteren Sponsor:

    http://www.fsv-frankfurt.de/cms/index.php?&id=9&backPID=574&tt_news=5170&cHash=b2245d0937

  48. Horst sagt:

    @ 48

    Na prima. Aber die Aussage:

    „Dazu sagte Gerhard Schick, Geschäftsführer der SECURITAS Event Services: „Wir freuen uns, einen aufstrebenden Verein wie den FSV Frankfurt als Partner gewonnen zu haben.“

    klingt in der momentanen Situation eher ironisch.

  49. black&blue sagt:

    Das ist das übliche Marketing Gequatsche, die können nur solche Sätze raushauen, für mehr langt’s bei dieser Spezies net!

  50. black&blue sagt:

    Bernd Reisig sieht ja im HR-Heimspiel extrem vorteilhaft aus, haben die HR-Spezialisten Maskenbildner aus der Abteilung Horror, Freaks und Splatter genommen?

  51. sven sagt:

    Leider habe ich heute abend überhaupt nichts dazu gelernt – außer, dass die tgb-Mitglieder zu Klatschgeneratoren missbraucht werden. Das sind wir ja schon von den Studiosendungen gewohnt. – Jetzt ist quizshow, ich gehe schlafen, gute Nacht!

  52. black&blue sagt:

    Sven, was hast du anderes erwartet? Das Reisig über laufende Arbeitsgerichtsverfahren redet?

  53. sven sagt:

    Nein, natürlich nicht. Aber was soll diese Grafik mit der zentralen Botschaft, dass wir dieses Jahr nicht schlechter dastehen als letztes? DAS wusste ich auch schon vorher.

  54. black&blue sagt:

    Sven, du siehst eine Sendung des Hessischen Rundfunks!

  55. sven sagt:

    Ja, ich war so blöd!

  56. black&blue sagt:

    Ich übrigens auch.

    Wobei die TGB ganz gut rüberkam, könnte man dort nicht ein bißchen auf „Fansuche“ gehen, bei 18000 Mitgliedern vielleicht ganz lohnenswert…

  57. black&blue sagt:

    Was war das eigentlich für ein merkwürdiger SGE-Kicker, hat der nen Sponsorenvertrag mit nem Handyhersteller oder für was war der Bubi sonst da?

  58. sven sagt:

    …habe ich auch schon drüber nachgedacht, ich bin da auch Mitglied. Der Herr Völker stand auch schon beim FSV-Spiel auf der Stehtribüne – wie wäre es mit einem Kombi-ticket?

  59. sven sagt:

    …ist übrigens wirklich ein guter und spannender Verein!

  60. Rainer Pflug sagt:

    Ein Verein der sich nicht mit seinen Spitzenangestellten ohne Arbeitsgericht nicht einigen kann, hat meiner Ansicht nach ein großes Problem und zwar mit sich. Die handelnden Personen zeigen hier wie bereits in anderen Fällen beim Umgang mit den Spielern wenig Fingerspitzengefühl. Schade – nur dagegen halten bringt nichts.

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