In der zweiten Liga in der Arena

Aus gegebenem Anlass hat sich Bernd Reisig, der Manager des FSV Frankfurt, zu Wort gemeldet. Im spanischen Jerez absolviert der Fußball-Regionalligist derzeit ein Trainingslager, und während die Spieler Schweiß verlieren und gestern in einem Testspiel gegen den spanischen Zweitligisten FC Cadiz ein 2:2 erreichten (Tore: Markus Kreuz, Aziz Bouhdaddouz), äußerte sich Reisig zur Zukunft des Vereins. Schließlich gilt es Weichen zu stellen, denn der FSV steht sportlich blendend da. Nicht nur die Qualifikation für die neue dritte Liga ist für den Tabellenfünften möglich, auch der Aufstieg in die Zweite Bundesliga.

Genau für diesen Fall gilt es vorzusorgen. Die Lizenz hat der Verein für die Regional-, die dritte und die zweite Liga beantragt. „Es wäre ja fahrlässig, wenn wir unsere Hausaufgaben in dieser Hinsicht nicht machen würden“, betont Reisig. Sollte der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse gelingen, wird der FSV seine Heimspiele in der Frankfurter Arena austragen, der Heimstätte der Eintracht. Vor allem deshalb, weil der Umbau des eigenen Stadions wohl noch bis zum Frühjahr 2009 andauern wird. In der dritten Liga könnte das Gros der Partien dort ausgetragen werden, nur für die so genannten Sicherheitsspiele müsste umgezogen werden.

Dass Tomas Oral, dessen Vertrag bis zum Saisonende läuft, Trainer des FSV bleibt, ist ausgemacht. „Ich werde mit ihm im Trainingslager über einen neuen Vertrag sprechen und denke, dass wir uns dann schnell einig sind“, sagt Reisig. Eine weitere Frage soll ebenfalls demnächst geklärt werden: Wer nach dem Rücktritt von Michael Görner Präsident wird. „Im Februar werden wir die Position neu besetzen“, so Reisig, der zudem die Umwandlung des Spielbetriebs der ersten Mannschaft in eine Kapitalgesellschaft in Erwägung zieht.