Mit dem Rad zum Hang

[inspic=1097,,,0]Fans sind Verrückte, und manche Fans sind besonders verrückt. Möglicherweise gerade dann, wenn Triathleten nicht nur ihrem Lieblings-Sport huldigen, sondern auch Fußball-Fans sind. So sind zwei Fortuna-Anhänger auf die “spinnerte Idee” (eigene Diktion) gekommen, den Weg von Düsseldorf nach Frankfurt zum Spiel der Fortunen gegen den FSV am Samstag per Rad zurückzulegen.

Das sind schlappe 240 Kilometer, und weil Peter Damjancevic (52) und Karl Beyer (45) pünktlich zum Anpfiff ab 13 Uhr am Bornheimer Hang sein wollen, schwingen sie sich um Mitternacht auf die Sättel und treten kräftig in die Pedale. Peter ist erprobter “Ironman”-Triathlet, der schon fünfmal in Frankfurt gestartet ist und fürs benachbarte FR-Blog zum Thema, das Ironblog (man beachte das Ironblog-Logo auf den Fortuna-Shirts im Bild), schreibt. Karl Beyer hat nicht ganz so viel Erfahrung, aber beide sind guten Mutes, die Strecke mit einem 27er Schnitt die B8 entlang und ein Gutteil durch die Höhen und Tiefen des Taunus’ zu bewältigen – und hoffentlich ohne Panne anzukommen.

Man muss dafür schon “einen an der Waffel haben”, meint Damjancevic – der das wissen sollte, denn er legt ja auch zwischen zwei kräftezehrenden Triathlons mal eine aufreibende Canyoning-Tour ein.  Und weil Ironblog-Macher Oliver Bechmann, ein gebürtiger Düsseldorfer, auch Triathlet und obendrein Mitglied der FR-Sportredaktion ist, ist Peter eben häufiger in Frankfurt. Da war die Idee schnell geboren, sich das Spiel der Fortunen gegen den FSV zusammen anzusehen.

Der FSV übrigens zeigt auch alle Achtung vor den Fans des Gegners und stellt den beiden eine Kabine des Volksbanks-Stadions zum Duschen und Umziehen zur Verfügung. Auch können sie dort ihre teuren Triabikes sicher abstellen. Was zu essen gibt’s obendrein. Peter hatte beim FSV angerufen und hatte Tobias Auer an die Strippe gekriegt. Womöglich zeigte der ein Herz für die Düsseldorfer, da er auch vom Niederrhein stammt – nämlich aus Krefeld. Peter: “Klasse reagiert vom FSV!”

Sicher werden die FSV-Fans den beiden auch ihren Respekt zollen und sie würdig empfangen. Vielleicht läßt sich ein Treffen vereinbaren? Müsste man hier im Blog aushandeln…

In einem Punkt allerdings wird es Meinungsdifferenzen geben. Damjancevic und Beyer wollen  zurück “mit dem Auto und drei Punkten im Gepäck” fahren. Mit dem Auto einer Vereinskameradin – klar! Aber mit drei Punkten?!

– Oliver Bechmann –

9 Kommentare für “Mit dem Rad zum Hang”

  1. Mainzer Adler FSV sagt:

    …ich wünsche gute Fahrt, aber die Punkte bleiben bei uns. Keine Diskussion!!!

  2. Gaga sagt:

    Ist doch nix Neues.
    Drei „Bernemer Urgesteine“ (Pempel,de dicke Herbert Drobisch und de Lehmann)sind in den 80´er Jahre vom Bernemer Brünnsche nach Ulm geradelt.
    Ich weis nur noch das dort verloren wurde und die „Buben“ anschließend 3 Tage im Bett verbracht haben.

    Noch ein Satz zum Vergleich Oberliga und Jetzt.

    Die Qualität der Spieler,damals und heute, ist nicht vergleichbar.
    Richard Hermann,Horst Trimhold und Hubert Klein waren in ihrer Zeit überragende Spieler und Persönlichkeiten.(Mein Fußballgott war aber der Berthold Buchenau)
    Unser Problem war das der Verein, mit seinem sportlichen Erfolg,sich nicht weiter entwickelt hat.
    Das hat sich erst mit Bernd Reisig geändert.
    Je länger wir die Liga halten, und unser Verein in seiner Entwicklung nicht stehen bleibt,haben wir die Chance das Bild einer“grauen Maus“ abzulegen.

  3. Hermann1947 sagt:

    Gaga, da muß ich Dir recht geben, Fußball von damals hat mit heutigem Fußball, außer Spielfeld, Dauer, Tore und Schiedsrichter nichts mehr gemein.
    Das ist zwar schade, aber die Zeit verändert sich genauso wie wir.

  4. Jonathan sagt:

    …in China ist ein Sack Reis umgefallen!

  5. Tillet sagt:

    „media tarts“

    Yep. Der FSV lässt grundsätzlich keine Schlagzeile aus.

  6. Tartan Army sagt:

    ich meinte die biker

  7. Tillet sagt:

    Ach so. Passt aber auch irgendwie zu der Vogelgeschichte.

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