SV Sandhausen: Provinzclub im Höhenflug

Mit dem Retortenclub TSG Hoffenheim wollen die Sandhäuser nichts gemein haben. Die TSG und Sandhausen trennen räumlich zwar nur ein paar Kilometer, ideologisch aber nach eigener Aussage Welten. Der SV Sandhausen sieht sich als familiärer Verein, geerdet in der Region, authentisch und familiär. 14000 Einwohner zählt die Gemeinde bei Heidelberg. Ins Hardtwaldstadion passen 10.000 Zuschauer. Zwei Millionen Euro soll der Regionalliga-Etat betragen, ein Durchmarsch in die zweite Liga gilt als möglich. Qualifiziert man sich nicht für die dritte Liga, was ziemlich unwahrscheinlich ist, will der Verein auch nicht in die dreigleisige Regionalliga. Weil für die neue Liga keine Lizenz beantragt wurde, ginge es für Sandhausen direkt wieder in die Oberliga.

Als die Unaufsteigbaren galten die Sandhäuser lange Jahre, scheiterten häufig knapp. Erst in der vergangenen Saison gelang dem Team der Aufstieg in die Regionalliga und zwar mit beeindruckenden 91 erzielten Toren.

Der Torwart ist der heimliche Star der Mannschaft. Marjan Petkovic gilt als überragender Keeper, ließ bislang nur 14 Gegentreffer zu – ein Spitzenwert der Liga.

Die Stärke der Mannschaft ist ihre Geschlossenheit. Das Gros des Teams spielte schon in der Oberliga zusammen, verstärkt wurde es zudem durch Spieler wie Alberto Mendez (SV Darmstadt 98), Alf Mintzel (Kickers Offenbach), William Anane (Ingolstadt) und Velimir Grgic (Kickers Emden). In der Winterpause wurde zudem noch einmal nachgelegt.

Sandhausen ist das heimstärkste Team der Liga. Dass sie zuhause trotzdem nicht unschlagbar sind zeigte zuletzt der SSV Reutlingen. Die Gäste entnervten den Gegner mit einer starken Abwehrleistung.