Trainingseindrücke vor dem Finale: Gute Stimmung, konzentrierte Vorbereitung

Es wird gelacht beim FSV Frankfurt. „Der hat Altersschwäche“, scherzt Thomas Sobotzik und grinst in Richtung David Ulm. Der junge Stürmer sitzt auf der Ersatzbank und schaut zerknirscht zu, wie seine Mannschaftskameraden sich mit Fußball-Tennis aufwärmen. Eine leichte Zerrung zwingt den 23-jährigen Torjäger des Fußball-Regionalligisten zum Zuschauen. Allenfalls Runden drehen ist angesagt für den Franzosen. Und jetzt muss er sich noch den Flachs von Kollegen anhören, die auch noch zehn Jahre älter sind, als er. Ulm trägt es jedenfalls mit Fassung.
Die Stimmung ist gut beim Spitzenreiter, der am Samstag im finalen Saisonspiel bei Jahn Regensburg den Aufstieg in die Zweite Bundesliga perfekt machen kann. Nur ein Punkt fehlt den Frankfurtern noch zum sicheren Durchmarsch. Die Mannschaft von Trainer Tomas Oral hat von den drei Aufstiegskandidaten – neben dem FSV noch der FC Ingolstadt (59/Heimspiel gegen die Spvgg. Unterhaching) und der SV Sandhausen (57 Punkte/Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II) – die beste Ausgangsposition. Denn neben der exzellenten Tordifferenz ist der Aufsteiger zudem noch auswärtsstark. Und dass sich das ausgerechnet im Saisonfinale ändern sollte, daran glaubt niemand beim FSV. „Jedes Mal in wichtigen Momenten, waren wir da“, sagt David Ulm. „Die Mannschaft kann selbstbewusst sein.“
Locker ging es dann auch gestern im Training zu. „Wir machen genau dass, was wir auch in den vergangenen Wochen gemacht haben“, sagt Tomas Oral. Dass es genügend Beispiele gibt, in der Mannschaften kurz vor dem sicher geglaubten Triumph noch scheiterten – Oral verdrängt solche Gedanken: „Das lasse ich nicht an mich ran.“ So ähnlich hält es auch Angelo Barletta. „Ich denke keine Sekunde daran, zu scheitern“, bekräftigt der Mittelfeldspieler. „Denn wir sind stark im Kollektiv. Jeder weiß, was auf dem Spiel steht. Ich glaube kaum, dass wir uns das noch nehmen lassen.“
Zuversicht und der Glaube an die eigene Stärke sind dann auch die vorherrschenden Gefühle bei den Spielern des FSV. Der Auftritt gegen den FC Ingolstadt, der zuletzt als Tabellenführer anreiste, vom FSV mit 3:1 geschlagen und von der Spitze abgelöst wurde, hat das Zutrauen noch verstärkt, den Durchmarsch zu schaffen. „Wir haben gezeigt, dass wir eine super Mannschaft sind“, sagt Innenverteidiger Daniel Schumann, dessen späte Verpflichtung vor dem elften Spieltag Anfang Oktober vergangenen Jahres ein Schlüssel zum Erfolg war. „Wir haben uns so hochgearbeitet. Als ich zum FSV kam hatten wir nur zehn Punkte. Die Mannschaft hat es einfach verdient aufzusteigen. Für jeden ist das ein Riesenschritt, finanziell und sportlich. Das sollte Motivation genug sein.“
Nichts soll dann auch die Konzentration auf das Finale stören. So hält sich der Verein in Sachen Personalplanung noch bedeckt. Nur, dass Manfred Binz, geschasster Co-Trainer bei Kickers Offenbach, demnächst Tomas Oral assistieren soll, sickerte schon durch. Oral war zu der Personalie gestern nur so viel zu entlocken: „Das könnte passen.“

6 Kommentare für “Trainingseindrücke vor dem Finale: Gute Stimmung, konzentrierte Vorbereitung”

  1. Michael sagt:

    Es ist nicht zu glauben : In Bornheim ist der Teufel los ! Jeder will nach Regensburg !! Wenn wirklich alle kommen die davon reden dann sind bestimmt 600/700 Bornheimer unterwegs.Wann hat es das zuletzt gegeben ? Ich gehe ja auch schon ein paar Jahre zum FSV aber so eine Völkerwanderung war wohl nicht zu erwarten. Habe heute Nachmittag gehört es würden 5 Busse nach Regensburg fahren!! Fünf !! Also wenn dass Stimmt,ist es ein Meilenstein in der Geschichte des FSV ! Dann glaube ich auch an viele Zuschauer im Waldstadion. Also Jungs: Noch einmal alles geben und dann wird Bornheim schwarz blau gestrichen ! Bornheim glaubt an Euch !!

  2. Fsv`69 sagt:

    Es stimmt wirklich, wir sind das absolute Gesprächsthema NR.1 zur Zeit.
    Es ist auch ganz anders als bei sämtlichen andren „Finalspielen“ von uns in den letzten Jahren,- ich meine damit zb das alle nur positiv vom FSV reden, und sich selbst bei mir auf der Arbeit Leute mit mir unterhalten, die wirklich absolut nix mit dem FSV zu tun hatten, alle sind total euphorisch!!! Ich war mir auch noch nie so sicher wie dieses Mal das wir es packen. Und ja, ich glaube auch das sehr sehr viele den Weg nach Regensburg finden. Ich bin zur Zeit mehr als Stolz sagen zu können: Ich bin Fsv`ler!!!.

    So jetzt lasst uns Regensburg stürmen:-)

  3. Michael sagt:

    1999/2000 habe ich mit Michael Klein in Regensburg nach dem Spiel auf dem Rasen gesessen und geheult ! Am Samstag heule ich bestimmt auch !! Aber vor Freude !!! Ja wir können Stolz sein auf den FSV !

  4. Brillo Helmstein sagt:

    5 Busse und ich habe vor Wochen schon meine ICE-Karte gekauft. Im Zug sind mit Sicherheit auch reichlich Schwarz-Blaue unterwegs!

    @Michael
    Wer die 7 harten Oberliga-Jahre nach dem letzten Auftritt in Regensburg miterlebt hat, der weiß erst recht, was für eine tolle Saison wir gespielt haben. Also nicht heulen, sondern den Moment nach dem Spiel einfach nur genießen!

    Es wird nicht einfach in Regensburg, aber wir schaffen es!

  5. Rotbart sagt:

    Samstag wird ein Schrei durch Bornheim gehen, den ganz Frankfurt hören wird… Der Jubelschrei der FSV-Fans nach dem Abpfiff!!!

    Und in Regensburg wird auch eine Bombe hochgehen!!! 😀

  6. Gaga sagt:

    Ja, es stimmt.
    In Bernem gibt es nur ein Thema : die tolle Saison die wir gespielt haben. Auch kenne ich
    keinen der nicht mit dabei sein will in Regensburg.
    2. Liga „wir kommen“!!!!!!!!!!!!!!!!

    Wir – und die Mannschaft – werden in Regensburg noch einmal alles geben, damit unser
    Traum auch Realität wird.

Kommentarfunktion geschlossen.