Vor dem letzten Spiel der Hinrunde

Am Freitag gegen St. Pauli will der FSV den zweiten Saisonsieg einfahren. Mit aller Macht. Egal wie. Und sei es durch ein Abstaubertor in der 93. Minute. Ein Dreier ist auch dringend nötig, wollen die Frankfurter noch eine realistische Chance haben, die Klasse zu halten. Die Verantwortlichen üben sich zwar sehr geschickt darin, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen und verweisen auf die noch sehr lange Saison. Doch Fakt ist auch, dass die Bornheimer schon nach dem vergangenen Spieltag Glück hatten, dass der Rückstand auf das rettende Ufer nicht auf sieben Punkte angewachsen war, weil die Konkurrenz patzte. Das wird aber nicht immer so sein.

Jetzt stehen die Frankfurter in der Pflicht, nicht nur vor dem Spiel großen Optimismus und Siegeswillen zu verbreiten, sondern auf dem Feld das Ruder herumzureißen. Ganz profan gesagt: Den Worten müssen Taten folgen. Sonst wird es sehr düster für den Klassenneuling. Teamchef Tomas Oral will einen „sauberen Abschluss dieses sensationellen Jahres“. Damit meint er natürlich eher die famose Rückrunde in der Regionalliga mit dem sensationellen Aufstieg, als die Hinserie in der Zweiten Bundesliga. Orals Glaube an die Mannschaft ist unerschütterlich, heimlich, still und leise ist er ja auch zu einer ähnlichen Formation wie zu Beginn der Runde zurückgekehrt. Zumindest in Ingolstadt war das die richtige Maßnahme. „Die Aufstiegsmannschaft ist aber nicht das Allheilrezept“, schränkt Manager Bernd Reisig ein. „Aber die Spieler haben eine Trotzreaktion gezeigt, sie wollten beweisen, dass sie noch nicht abgeschrieben sind. Aber das erwarte ich nicht nur in einem Spiel. Sondern immer.“

Natürlich wollen die Verantwortlichen im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt nachlegen, deshalb „sitzen wir zurzeit viel im Flugzeug“, wie Reisig sagt. Die Angelegenheit sei „äußerst kompliziert“, weil der FSV einen finanziell abgesteckten Rahmen hat. „Da ist immer ein Risiko dabei“, sagt Reisig, der sich nicht auf die von den Spielerberatern zusammengestellten DVDs seiner Schützlinge verlässt. „Da sind sowieso nur die Tore zusammengeschnitten“, sagt der Manager. Es gelte, verlässliche Informationen über mögliche Kandidaten zu sammeln. Teamchef Oral verdeutlichte, dass es sich keinesfalls um Spieler handeln dürfe, „die in der Vergangenheit leben“, sprich, die satt sind und beim FSV in die sportliche Rente gehen wollen. „Es wird keine Kurzschlussreaktion geben“, sagt Oral. Ihm ist es ohnehin wichtiger, dass „wir unser jetziges Mannschaftsgefüge stabil bekommen“. Damit es klappt, mit dem zweiten Heimsieg.

(dur)

Die mögliche Aufstellung:
Klandt-Hickl- Weißenfeldt, Husterer, Noll – Barletta, Y. Mokhtari – Mikolajczak, Kreuz – Cenci, Ulm.

7 Kommentare für “Vor dem letzten Spiel der Hinrunde”

  1. Nordlicht sagt:

    Und weil es so wichtig ist, gehen wir auch mal ALLE wieder ins Stadion. Ein toller Gegner, ein wichtiges Spiel und am Ende macht uns die Mannschaft ein schönes Geschenk, nämlich 3 Punkte.
    Daumen drücken !!!

  2. Alex sagt:

    Ich find die Aufstellung mal sehr pornös mit Husterer find ich gut und Kreuz sowie Cenci. Ich hoffe mal es gibt paar Auswechslungen in den früheren Spielminuten. Und Joa, Daumen drücken .. Ein Geschenk von uns Support bis zum Umfallen das ist versprochen euer Geschenk für Uns 3 Punkte. Dann bis morgen 🙂

  3. Enkheimer Bub sagt:

    Aufstellung gut, Barletta rein, sonst bleiben lassen und Unsicherheitsfaktor Hickl raus
    schon haben wir die 3 Pünktchen. Ist alles so einfach.

    Was bitte ist pornös ?

  4. merkur sagt:

    Wünsch dem Sportverein heute abend viel Glück und 3 Punkte.

    pornös:
    Umgangssprache; = überdurchschnittlich toll, bemerkenswert, überraschend, beeindruckend, großartig

  5. Pfeiffer sagt:

    Die Adlerträger der Vertriebsabt.von der FSD, wünschen unserem verrücken FSV-Kollegen
    Bernemer Karl und seiner Truppe einen Dreier gegen Pauli. Gruß Stephan

  6. Harti sagt:

    Schönen Gruß aus Hamburg

    Das wird ein 1 – 2 Duselsieg für unseren Fc St.Pauli!

    Bis später

  7. Nobby sagt:

    Sieg

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