Übelkeit und eine Maske

Nein, so wirklich gut sah Patric Klandt nicht aus. Zumindest nicht heute. Die Augen waren ein wenig gerötet, das Gesicht doch ziemlich blass, den Schlussmann des FSV plagt vor dem Auswärtsspiel in Aalen ein Virus. Er ist nicht der einzige, der dieser Tage so seine Problemchen vor sich herschleppt.
Zur Mittagszeit sah es noch gar nicht so schlimm aus. Da schnappte sich Klandt eine Zeitung, setzte sich bei einem Kaffee in die Media-Lounge und blätterte ein wenig. Das anschließende Training aber ließ er sausen, seine Glieder schmerzten, ihm war schlecht und er musste sich sogar übergeben. „Ich hoffe, dass ich morgen trotzdem dabei sein kann“, sagte er dick eingemummelt durch den Bauch des Stadion schleichend. Auch Edmond Kapllani suchte einen Arzt und nicht das Training auf. Beide werden mit dem Auto nach Aalen fahren und wohl erst morgen früh nach dem Aufstehen wissen, wie es ihnen wirklich geht.
Die muskulären Probleme scheinen dagegen weniger schlimm. Alexander Huber drehte zwar ohne Ball seine Runden, sagte aber: „Wenn der Muskel nach meinem Pferdekuss nicht zumacht, werde ich spielen.“ Er ist guten Mutes. Auch Gledson machte eine passable Figur, seine Knieprobleme scheinen ihn nicht zu hindern. Tim Heubach trainierte erstmals mit einer durchsichtigen Maske und hatte bei den Kopfbällen keine Beeinträchtigungen. Möhlmann sagte: „Wenn wir keine Alternativen haben, dann muss er da durch.“ Die scheinen nun mit Gledson aber da.
Auch Zafer Yelen trainierte dick bandagiert mit. „Das ist schon eine kleine Katastrophe“, sagte er, nachdem seine Verletzung am Sprunggelenk auf der anderen Seite gerade erst abgeheilt ist. In der nächsten Woche will er auf jeden Fall wieder fit sein, sein Einsatz morgen Abend ist fraglich.

18 Kommentare für “Übelkeit und eine Maske”

  1. FASF sagt:

    Fehlte ja nur noch, dass jetzt noch irgendwer einen Burnout erleidet…
    Gabs das eigentlich schon mal bei einem Fußballer?

  2. Heinz 59 sagt:

    Nö, wäre ja auch ein Wunder(lich)

  3. jobla sagt:

    Na ja, da gibt es auf der Hinfahrt kein Bier im Bus. Falls wir zum Einsatz kommen verlieren wir die Punkte sonst noch wegen eines Dopingvergehens.

    Ernsthaft: Es kommt mir so vor, dass die Frankfurter Rundschau nun aber auch jedes Wehwehchen mangels anderer Meldungen aufgelistet hat.
    Zwischen den Zeilen steht für mich, die Abwehr steht und auch der Rest. Wir werden eine schlagfertige Truppe dabei haben. Ich glaube, dass auch Yelen spielen wird. Wenn unser Patrick eine Grippe haben sollte, wird er von Pirson mit Sicherheit bestens vertreten. Den Eindruck hatte ich nach beiden E.F. Spielen, sowohl bei den Profis wie auch bei der U23 letzten Sonntag. Wir werden Punkten.

  4. Michael sagt:

    Bange machen lassen wir uns nicht !
    Mal sehen welche Variante der B.Möhlmann heute drauf hat.
    Bleibt ihr mal alle schön zuhause,oder beim Heibi.
    Ich gehe jetzt zur arbeit und um 14:00 renne ich zum Bahnhof.
    jobla,wir sehen uns !

  5. Bornheimer Rainer sagt:

    So ist es richtig, wir lassen uns keine Bange machen. Wir der FSV hat etwas zu verteidigen, denn wir waren jetzt zusammen mit zwei weiteren Vereinen, denen man es nicht zugetraut hat, 6 Spieltage lang immer am Ende eines Spieltages auf den Aufstiegsplätzen. Zum ersten Mal ist es dem FCK gelungen, am Ende des 7. Spieltages unseren FSV aus dieser Spitzengruppe auf den vierten Rang zu verträngen. Dies gilt es zu korregieren. Da mag der ein oder andere von Momentaufnahme und Gott weiß was erzählen, mir und vielen anderen Anhängern hat das etwas zu bedeuten. Denn die Tabelle egal ob es die nach 6, 10, 18 oder 30 Spielen ist zeigt den Stellenwert einer Mannschaft in der Liga in der man spielt und wir gehören jetzt und wenn wir bereit sind dafür zu kämpfen auch weiterhin, zu den Spitzenclubs dieser Liga.
    Wenn es andere nicht wahr haben wollen, dann sollten wir zumindestens unserer Mannschaft den Rücken stärken und ihnen zeigen wir sind stolz auf Euch, macht weiter so und wir stehen trotz der ein oder anderen Niederlage zu Euch.
    Wir sind der FSV wir schauen nur nach vorne und wir werden dem FCK spätestens am Bornheimer Hang zeigen, wo die Glocke hänge, d.h. wie schwer es sein kann Auswärtzpunkte zu hole.
    Auf dem Weg dorthin, schaue mir auch mal in Aalen vorbei und wir wisse das es schwer wird, aber alles was nicht leicht fällt, macht uns stark.
    Auf gehts FSV, kämpfen und siegen, solange wir noch 11 Mann zusammen kriegen und das alles aus eigener Kraft.

  6. Bernemer Karl sagt:

    MAUERBLÜMCHEN ; werden wir auch genannt.

    http://www.schwaebische-post.de/634258/

  7. Bornheimer Rainer sagt:

    Danke an die schwäbische post für diesen schönen Artikel – es ist schön wenn man uns etwas weiter von Frankfurt entfernt so sieht. Es zeigt das wir nicht umsonst nur einige Wenige im Seckbacher Eck gestanden haben und unseren ganz Stolz daraus bezogen haben, dass der FSV der beste Amateurverein Hessen s war und die Vereinsführung mit Fug und Recht behauptet hat „ganz normal sind wir nicht“. Oft bestand deren Tätigkeit damals -so lange ist es doch noch garnicht her- nach einem Heimspiel, nach dem alle Mann ihren restlichen Salär für den Vormonat bekommen hatten, den Staub aus der leeren Kasse wischen. Deshalb geniese ich jeden Spieltag wo wir da vone mit drinnen stehen, es ist für mich wie man so schön sagte „ein innerer Reichsparteitag“.
    Aus eigner Kraft weiter so ……

  8. Bornheimer Rainer sagt:

    Das man mich bitte nicht falsch versteht, dies ist ein Spruch aber nicht meine Richtung. Da freu ich mich doch eher darüber, das die Sozis den richtigen Mann zum Kanzlerkandidaten machen wollen. Gehört auch nicht hierher….

  9. BlacknBlue sagt:

    #7

    schöner Artikel, vor allem die Passage:
    „Umso beeindruckender ist es, wie unaufgeregt und souverän sich der FSV Frankfurt seit 2008 in der 2. Bundesliga hält. Gemessen an den finanziellen Möglichkeiten dürfte es in Deutschland nur wenige Vereine geben, die mehr aus ihren Möglichkeiten machen als die Frankfurter.“

    In unserer Stadt Frankfurt ist das teilweise immer noch nicht so recht angekommen, leider. Aber es ändert sich grade…

  10. jobla sagt:

    Die Entwicklung ist weiter fortschreitend!
    Da ich gemeckert habe wenn kein Bus gefahren ist, so ist es schon Klasse, dass innerhalb von 3 Tagen 2 mal ein Auswärtsbus fährt, wenn auch mit einer überschaubaren Zahl von MitfahrerInnen. „Wir halten fest zusammen und kämpfen bis zum Schluss“

  11. Bernemer Karl sagt:

    (akt. ) Alles wird gut,

    Klandt , Schlicke , Teixera , Konrad , Görlitz , Kapllani , Huber , Yun , Bambara , Gledson und Yelen .

    Auf gehts Kämpfen und Siegen .

  12. Bernemer Karl sagt:

    Die o.g. kicken , ist nach Nummern gelistet , nicht nach Positionen.

  13. Tartan Army sagt:

    wird schwierig werden. Sehr schwierig.
    Ein Punkt würde mir reichen, aber da muss eine Menge für gearbeitet werden.

  14. BlacknBlue sagt:

    Irgendwie wird mir da nicht so ganz klar, warum wir zur Halbzeit zurück liegen müssen, ich sags nicht gern, aber es wirkt alles so ein bißchen pomadig und wenig zielstrebig, hmm, ich hoffe mal auf die 2. Hälfte.

  15. OldJohn sagt:

    Sehr durchwachsene Leistung unsers Teams. Schlicke für mich ein permanenter Unsicherheitsfaktor – ist einfach zu langsam, vllt. auch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Konrad mit seinem Gemeckere rotgefährdet. Unsere Offensive ohne Durchsetzungsvermögen. Görlitz spielt sich ein um das andere Mal selbst schwindlig. Einzig Yun mit erkennbarem Drang zum Tor. Ich denke Kapllani hat einen grippalen Infekt und scheint gechwächt, also Verhoek rein, kann nur besser werden. Klandt sollte aufhören, den 11. Feldspieler zu geben – das kann er nicht! Beim ersten Tor wie schon desöfteren desorientiert im Niemandsland. Hoffentlich hat Möhlmann ein glückliches Händchen beim Auswechseln.

  16. micha sagt:

    Oje, das wird wohl nix mehr.

  17. OldJohn sagt:

    Aalen mit all den Tugenden, die uns bis vor kurzem auszeichneten. Wir ohne eine einzige echte Torchance – grausam!
    Schönes Wochenende.

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